Fußball Dreimal Hölzl in vier Minuten

Gegen den FSV Naila kaum zu stoppen – ­ Andreas Hölzl (links) vor FSV-Keeper ­Oliver Schrottenbaum Foto:  

30 Tore in der vergangenen Saison – Andreas Hölzl vom FC Döbraberg liegt nach einem lupenreinen Hattrick binnen vier Minuten schon wieder im Schnitt.

Als 1. Vorsitzender leitet er nicht nur die Geschicke des Vereins. Als Spieler ist Andreas Hölzl auch Erfolgsgarant beim FC Döbraberg in der Kreisklasse Frankenwald. Mit seinen 30 Toren in der vergangenen Spielzeit ballerte der Stürmer den Aufsteiger auf einen hervorragenden fünften Platz in der Endabrechnung und sich selbst auf Rang zwei in der Torjägerliste der Liga, knapp hinter Stefan Frisch vom ATSV Münchberg-Schlegel (32 Tore). Doch was die eigene stattliche Quote betrifft, gibt sich Hölzl selbst eher bescheiden. „Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich es wieder erreichen würde, wäre ich sehr zufrieden. Doch ich bin dann auch nicht enttäuscht, wenn es am Ende fünf Tore weniger sind. Für mich persönlich ist es wichtiger, dass wir als Team gute Ergebnisse einfahren. Wenn ich vielleicht fünf Tore weniger mache, sie dafür aber ein anderer schießt und die Punkte für uns dabei rauskommen, ist mir das auch recht.“

Nun bislang hat sich Hölzl jedoch noch nicht zurückgehalten. Im ersten Saisonspiel sicherte der Mittelstürmer den 1:0-Sieg über den FC Frankenwald II vom Punkt, um dann auch im zweiten Spiel beim FSV Naila ordentlich aufzutrumpfen. Zwar lässt er zunächst seinen Mitspielern Khaled Mushin Farhan und Niclas Rank für die ersten beiden Tore den Vortritt, dann jedoch erklärt der Platzhirsch das Sturmzentrum zu seiner Bühne. Von der 32. bis zur 36. Minute macht Bumm-Bumm-Hölzl drei Buden – ein lupenreiner Hattrick binnen vier Minuten. Das erste Mal überwindet er Nailas Torwart Oliver Schrottenbaum nach einem Pass in die Gasse (32.), dann trifft er vom Elfmeterpunkt (35.), um in der 36. Minute seinen schönsten Treffer des Tages folgen zu lassen. „Das war eine Flanke aus dem Halbfeld ins Sturmzentrum. Die konnte ich erlaufen, mich noch gegen einen Abwehrspieler durchsetzen und dann am Keeper vorbeigelegen“ – das dritte Tor in vier Minuten. „Das hab ich tatsächlich noch nicht geschafft. Aber in der Situation selbst macht man sich über den Zeitraum gar keine Gedanken“, spielt der Knipser die Seltenheit trotzdem etwas herunter. „Eigentlich ist das ja auch nur ein statistisches Ding. Im Spiel da steht man ja unter Adrenalin und freut sich einfach, dass der Vorsprung des Teams gut angewachsen ist, um die drei Punkte zu holen. Alles andere würde wahrscheinlich auch zu sehr vom Spiel ablenken.“

Nun im Nachhinein kann sich Hölzl über den sicheren Dreier beim am Ende 6:0-Sieg freuen und jetzt auch über seinen ungewöhnlichen Dreierpack. An den Zielen Hölzls ändert der jedoch nichts. „Wir wollen mit dem Tabellenende nichts zu tun haben, gerne wieder so um den fünften Platz mitspielen und dabei den ein oder anderen Großen vielleicht ärgern.“ Nun aktuell gehört der FC Döbraberg selbst zu den Großen – Tabellenplatz zwei mit maximalen sechs Punkten und der gleichen Tordifferenz wie Spitzenreiter ATS Selbitz.

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