Fußball-Kreisliga Münchberg-Schlegel nun in Pole Position

Der ATSV Münchberg-Schlegel holt in der Fußball-Kreisliga Nord
einen ganz wichtigen Sieg für den Klassenerhalt. Dabei ist zunächst die SG Höllental/Berg auf der Siegerstraße.

Andreas Beyer (SG/links) wird vom ASTVler Stefan Frisch attackiert. Foto: Katharina Hübner

Die Verlosung in der Fußball-Kreisliga Nord ist klar: Zwei aus drei müssen in die Relegation. Während der BSC Tauperlitz und der FC Ort wohl direkt den Weg in die Kreisklasse antreten müssen und das Tabellenmittelfeld für ein Trio schon außer Reichweite ist, kämpfen der ATSV Münchberg-Schlegel, die SG Höllental/Berg und der FC Wüstenselbitz um den einen verbliebenen Platz, der die Rettung bedeutet. Andernfalls geht es in die Saisonverlängerung – und den Umweg Relegation.

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Am Dienstagabend trafen mit Münchberg-Schlegel und der SG Höllental/Berg zwei Kontrahenten im direkten Duell aufeinander. Und weil die Spannung nicht schon groß genug sein könnte, spiegelte sich dieses enge Rennen auch im Spiel wieder. Die Gastgeber holten einen 0:1-Pausenrückstand auf und siegten am Ende verdient mit 3:1. Damit verschaffen sich die Kicker vom Münchberger Eisteich drei Punkte Vorsprung auf die beiden Konkurrenten.

Die Heimelf zeigte von Anfang an den unbedingten Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Doch bereits in der dritten Spielminute trafen die Gäste zur 1:0-Führung. Nach einer Unachtsamkeit in der Münchberger Abwehr kam Oks an den Ball und jagte diesen in den Winkel. Wer nun gedacht hatte, dass die Frisch Elf geschockt war, täuschte sich. Dank einer tollen Moral lief Angriff auf Angriff auf das Tor der SG. Eine Flanke von Stefan Frisch fiel auf die Querlatte und Ott verpasste zweimal nur knapp. Die Gäste hatten keine einzige Torchance in der ersten Halbzeit und lediglich zwei Halbchancen nach der Pause.

Die Gastgeber erhöhten den Druck nochmals. Abermals Ott und Andreas Frisch hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Gästetorwart Kilic hatte etwas dagegen und rettete mit zwei Glanzparaden. Erst eine Viertelstunde vor Schluss endete die ATSV-Durststrecke. Nach einem Eckball von Stefan Frisch kam der Ball zu Sellak, der mit einem Hammer in den rechten Torwinkel erfolgreich war. Es kam noch besser für die Heimelf: Sellak steckte zu Torjäger Stefan Frisch durch, der Torwart Kilic mit einem harten und präzisen Flachschuss keine Chance ließ. Die Gäste waren nun völlig überfordert. Sinnig wurde im Strafraum gefoult und Peetz verwandelte den Foulelfmeter souverän.

Die Mannschaft von Trainer Frisch verdiente sich ein Gesamtlob. Tolle Einsatzbereitschaft und unbedingter Siegeswille führten dazu, dass die Heimmannschaft den Gästen auch spielerisch weit überlegen war. Das erkannte auch Gäste-Trainer Volker Köcher an: „Aufgrund der zweiten Halbzeit und dem Chancenplus muss man leider anerkennen, dass der Sieg der Münchberger am Ende auch verdient war“, sagte er dem Portal Anpfiff.info. „Wir haben im Mittelfeld irgendwann keinen Zugriff mehr bekommen, hatten dadurch auch nach vorne null Entlastung. So wird es dann auch schwierig, das 0:1 über 90 Minuten zu halten.“ Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hat er dennoch weiterhin: „Wir haben noch sieben Spiele. Bis rechnerisch nichts mehr geht, geben wir nicht auf.“

Besser war verständlicherweise die Stimmung bei Rene Frisch: „„Wir waren die bessere Mannschaft, haben uns die drei Punkte daher auch verdient. Selbst der frühe Rückstand hat uns nicht aus dem Konzept gebracht. Natürlich war auch der Wille, dieses Spiel zu drehen, immer da. Zum Glück haben wir uns dann auch endlich mal belohnt.“

Schiedsrichter: Schmiegel (Danndorf); Zuschauer: 80; Tore: 0:1 Oks (3.), 1:1 Sellak (75.), 2:1 St. Frisch (85.), 3:1 Peetz (Foulelfmeter/90.).