Fußball-Kreisliga Rothosen weiter auf Höhenflug

Der VfB Helmbrechts löst in der Fußball-Kreisliga Nord auch die Pflichtaufgabe beim FC Ort. Bei Spitzenreiter Froschbachtal entscheidet ein Spieler spät die Partie.

TuS Schauenstein – ZV Feilitzsch 3:1 (1:0). – Schiedsrichter: Fleischmann (Mönchröden); Zuschauer: 110; Tore: 1:0 Schuberth (28.), 2:0 Wunderlich (53./Foulelfmeter); 2:1 Kätzel (72.), 3:1 Elbl (81.). – Schauenstein setzte die sehr defensiv auftretenden Gäste permanent unter Druck und daraus ergaben sich auch zahlreiche Chancen. Mit einem Zuspiel in die Lücke der Abwehrreihe brachte Wunderlich den ständig präsenten Schuberth in Position zum Führungstreffer. Kurz nach der Pause wurde Wunderlich im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelt selbst den fälligen Strafstoß. Die Gäste versuchten etwas offensiver zu agieren, ohne jedoch gefährlich zu werden. Der überraschende Anschlusstreffer machte die Schlussphase wieder spannend. Aber als Saalfrank mit einem Querpass Elbl bediente und dieser überlegt das 3:1 erzielte, war die Entscheidung gefallen.

SV 05 Froschbachtal – FC Wiesla Hof 2:0 (0:0). – Schiedsrichter: Streule (Marktredwitz); Zuschauer: 203; Tore: 1:0/2:0 Hager (81./89.; Foulelfmeter). – Im letzten Heimspiel des Jahres taten sich die Frösche gegen aufopferungsvolle kämpfende und tief stehende Gäste lange Zeit schwer. Schon ab der ersten Spielminute zeichnete sich ein Spiel auf ein Tor ab, doch die großen Gelegenheiten ergaben sich für die Heimelf nicht. Die Gäste kamen immer wieder zu Kontergelegenheiten und hatten durch N. Hohenberger die dickste Gelegenheit in Halbzeit eins, dieser setzte den Kopfball aus kürzester Distanz aber über das Tor. Mit der Hereinnahme von Hager und Leyer entwickelten die Frösche dann mehr Druck aufs Tor vom guten Torhüter Schimmel, wobei dessen eingewechselter Teamkamerad Groll kurz nach der Pause aussichtsreich an Torhüter Möschwitzer scheiterte. Kurz vor Ende der Partie belohnte sich der Gastgeber für sein nimmermüdes Anrennen, als Hager spektakulär per Flugkopfball zum Führungstreffer traf und kurz vor Ende einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter souverän verwandelte.

FC Martinsreuth – FC Frankenwald 1:3 (1:2). – Schiedsrichter: Spörl (Wiesau); Zuschauer: 110; Tore: 0:1 Jahrsdörfer (33./Foulelfmeter), 0:2 N. Hagen (40.), 1:2 Göcking (44.), 1:3 Jahrsdörfer (50.). – Schon nach 40 Sekunden hatte Gästestürmer Jahrsdörfer die Führung auf dem Fuß, verzog aus diagonaler Position aber knapp. Die folgende halbe Stunde dominierten beide Abwehrreihen und es gab wenig Torraumszenen. Erst in der 30. Minute kam der FCM aus der Deckung. Göckings guter Schuss aus 18 Metern ging knapp neben das von Luk Grätz hervorragend gehüteten Gästekasten. Auf der Gegenseite ließ sich Schiedsrichter Spörl zu einer Konzessionsentscheidung hinreißen und gab nach dem Zweikampf zwischen Jahrsdörfer und Ackermann einen äußerst zweifelhaften Strafstoß. Der „Gefoulte“ ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte trocken. Dass auch auf dem Trainingsplatz guter Fußball möglich ist, zeigten die Gäste beim 0:2. Am Ende einer tollen Kombinationskette stand Niklas Hagen, der mit einem satten Schuss abschloss. Doch der FCM schlug zurück. Fischers Querpass im Strafraum verwerte Göcking noch vor der Pause zum Anschlusstreffer. Die Döhnel-Jungs kamen schwungvoll aus der Kabine, wurden aber nach nur fünf Minuten im zweiten Durchgang erneut ausgebremst. Wieder war es Jahrsdörfer, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Natürlich versuchten die Einheimischen in der Folge alles. Dass aber auch allerbeste Möglichkeiten wie durch Ackermann (68.) oder Sven Beyer (77.) ungenutzt blieben ist bezeichnend für die aktuelle Gesamtsituation in Martinsreuth. Den Gästen aus dem Frankenwald reichte eine grundsolide Leistung, um verdient die Punkte zu entführen.

FC Wüstenselbitz – FC Eintracht Münchberg II 1:1 (0:0). – Schiedsrichter: Schubert (FFC Hof); Zuschauer: 100; Tore: 1:0 Siemon (58.), 1:1 Hübler (90.+2). – In der Nachspielzeit gaben die Hausherren wichtige Punkte im Abstiegskampf aus der Hand. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, die auf beiden Seiten von unzähligen weiten und hohen Bällen in die Angriffszonen geprägt war. Dort standen dann meistens die Abwehrreihen und beförderten das Leder schnurstracks wieder auf die andere Seite des Platzes. Torchancen blieben so für beide Teams Mangelware. Nach der Pause hatten die Gäste die Führung auf dem Fuß, doch FC-Keeper Kaymaz fischte das Leder bravourös aus dem Winkel. Wenig später gingen dafür die Hausherren in Front, als Siemon nach einem Eckball hochstieg und schulbuchmäßig einköpfte. Münchberg reagierte darauf mit wütenden, aber meist einfallslosen Gegenangriffen. Und hätten es die Gelb-Schwarzen nur ein wenig cleverer angestellt, wäre der Sieg wohl auch im Kriegswald geblieben. Doch in der Nachspielzeit gab man den Gästen unnötigerweise nochmals die Gelegenheit, den Ball ein letztes Mal hoch in den FC-Strafraum zu dreschen. Hübler profitierte dabei von einer Uneinigkeit in der Wüstenselbitzer Hintermannschaft und köpfte doch noch zum letztlich leistungsgerechten Remis ein.

FC Ort – VfB Helmbrechts 0:3 (0:2). – Schiedsrichter: Kukul (Neustadt); Zuschauer: 77; Tore: 0:1 Manneh (17.), 0:2 Saine (28.), 0:3 Eigentor (64.). – Die Gäste stellten früh die Weichen auf Sieg und ließen es nach der Pause ruhiger angehen. Mit dem Sieg festigte der VfB den dritten Platz und wird auch auf diesem überwintern.

TSV Presseck-Enchenreuth – BSC Tauperlitz 2:0 (1:0). – Schiedsrichter Berisha (Coburg); Zuschauer 80; Tore: 1:0 Prasko (20.), 2:0 Strasevic (87.). – Es war ein verdienter Sieg für die Gastgeber, die aber trotzdem nicht an ihre spielerisch sehr gute Leistung des Vorsonntages anknüpften. Auschlaggebend dafür war der Umstand, dass das vorgegebene Spiel über die Flügel, um die defensiven Tauperlitzer auszuhebeln, nicht konsequent umgesetzt wurde. So war der Pressecker Führungstreffer aus Sicht der Gastgeber zunächst verdienter Lohn, kam aber aus einer unübersichtlichen Situation vor dem Tauperlitzer Tor zustande. Die Gäste, die durchaus etwas besser auftraten, als es der Tabellenplatz vermuten lässt, hatten Mitte der zweiten Halbzeit ihre beste Phase. Bei einigen Standards waren sie mehrmals dem Ausgleich nahe. Kurz vor Schluss dann die endgültige Entscheidung: Nach einer sehenswerten Kombination von Salkica und M. Burger wurde der Pressecker Torjäger Strasevic auf die Reise geschickt, und der verwandelte eiskalt zur endgültigen Entscheidung.

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