Fußball-Kreisliga Süd Der TSV Thiersheim ist gewarnt

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Hat keine guten Erinnerungen an Weißenstadt: Thiersheims Trainer Forian Eiser. Foto: Michael Ott

Das Eiser-Team erwartet an diesem Samstag die SpVgg Weißenstadt – und hat keine guten Erinnerungen. Der TSV Waldershof will gegen Mitterteich II seinen Siegeszug fortsetzen. Harte Nüsse warten auf Wunsiedel und Marktleuthen. Kickers Selb II reist zum Kellerderby nach Kondrau.

Von Thomas Schrems und Andreas Pöhner

Der TSV Thiersheim hat den Dämpfer gegen die SpVgg Saalestadt gut verkraftet und ist mit einem deutlichen 3:0-Erfolg beim ASV Wunsiedel in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dabei sorgte ein Doppelschlag von Daniel Sycha und Sebastian Pollak bereits nach knapp einer halben Stunde für klare Verhältnisse. „Die Einstellung meiner Spieler war trotz der schwierigen Personalsituation sehr lobenswert. Wir haben von Beginn an druckvoll agiert – und das, obwohl wir nur zwölf Spieler zur Verfügung hatten,“ berichtet ein erleichterter TSV-Coach Eiser. Dabei habe seine Mannschaft aber noch Chancen leichtfertig vergeben. Da habe die absolute Entschlossenheit gefehlt.

Das muss sich nun an diesem Samstag (15 Uhr) gegen die SpVgg Weißenstadt ändern, denn die Erfahrungen mit dem Team von Alexander Seidel sind eher bescheiden. „Wir hatten beide Male keinen guten Tag erwischt, was auch der Verdienst unseres Gegners war. Wir haben schon zweimal erfahren müssen, wie schwer es gegen Weißenstadt wird. Auch die Ergebnisse zuletzt spiegeln deren Stärke wider,“ zeigt Eiser einigen Respekt vor dem kommenden Kontrahenten. Er werde seine Mannschaft aber bestens darauf vorbereiten und erwartet eine seriöse Herangehensweise in der Spielvorbereitung. „Wir werden viel investieren müssen, und es wird auf unserem exzellenten Platz sehr intensiv werden,“ weiß Eiser schon, auf was es ankommen wird. Fehlen werden Lorke, Riedl und Träger. Hinter dem Einsatz von Eckert steht noch ein Fragezeichen. Entwarnung gibt es bei Özdemir.

Auf ein Spiel auf sehr gutem Untergrund freuen sich mit Sicherheit auch die Mannen von Alexander Seidel, die zuletzt dem VfB Arzberg beim 1:1-Unentschieden den ersten Punktverlust der Saison beibringen konnten. Rückblickend war Seidel mit dem Punktgewinn sehr zufrieden, denn gerade in der ersten Hälfte hätten die Arzberger auch deutlicher führen können, doch Torhüter Dürbeck entschärfte einen Foulelfmeter und verhinderte dadurch den vorzeitigen Knockout. Anschließend ging ein Ruck durch die Weißenstädter Elf, und man hatte nach dem Ausgleich auch noch die Gelegenheiten die Partie gänzlich zu drehen. Nun will man auch gegen den TSV Thiersheim nicht leer ausgehen. „In den bisherigen Partien hatten wir eher Probleme gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Da fehlen uns durch die Unentschieden gegen Kickers II und Wiesau bisher vier Punkte, sonst würden wir deutlich weiter oben mitmischen können. Daher wollen wir aus Thiersheim nicht mit leeren Händen nach Hause fahren,“ so ein kämpferischer Seidel. Personell gibt es einige Fragezeichen. Auch der Coach selbst hat sich einen Infekt zugezogen und konnte das Training am Dienstag nicht leiten.

Die weiteren Spiele

 SF Kondrau – Kickers Selb II

(Samstag, 14 Uhr)

Gegen den TSV Waldershof zeigte die „Oldie-Truppe“ der Kickers eine sehr ansprechende Leistung, getragen von einem Top-Torhüter Sascha Prell, der den Gegner schier zur Verzweiflung brachte, aber letztendlich die 1:2-Niederlage seiner Mannschaft auch nicht verhindern konnte. Mit dem dennoch frischen gewonnenen Selbstvertrauen wollen die Kickers trotz erneuter angespannter Personalsituation am Samstag in Kondrau punkten, um einen ersten kleinen Schritt weg vom Tabellenende zu starten. „Wenn wir läuferisch und kämpferisch an die zuletzt gezeigte Leistung anknüpfen, sollte was zu holen sein, auch wenn es gerade auf deren Geläuf sehr schwer werden wird“, sagt Kickers-Trainer Nikolai Vates vor dem Kellerderby beim Tabellenvorletzten.

TSV Waldershof – SV Mitterteich II

(Samstag, 15 Uhr)

Von einem verdienten Sieg in Selb sprach der Waldershofer Trainer Thorsten Meier. „Mit einer besseren Chancenverwertung hätten wir uns das Spiel leichter machen können.“ Nach nun drei Siegen in Folge könne seine Mannschaft selbstbewusst in das Spiel gegen die Mitterteicher Landesligareserve gehen. „Wir werden auch weiterhin von Spiel zu Spiel schauen und versuchen, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen. Gegen Mitterteich wird es sicherlich ein schwieriges Spiel, bei dem zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander treffen.“ Auch wenn einige Spieler angeschlagen oder im Urlaub sind und sich die Aufstellung damit wieder ändern wird, sollen die Punkte in Waldershof bleiben.

TSV Konnersreuth – ASV Wunsiedel

(Samstag, 16 Uhr)

Seit dem 7. August – und damit seit acht Spieltagen – wartet der ASV Wunsiedel nun schon auf seinen dritten Saisonsieg. Ob der ausgerechnet beim Tabellenvierten TSV Konnersreuth gelingt? „Wir müssen jetzt Punkte holen, egal gegen wen“, sagt ASV-Trainer Mitko Plomer, der von seiner Mannschaft Stabilität und Moral in jedem Bereich sehen will. „Und vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung und Kampfbereitschaft.“

VfB Arzberg – FC Tirschenreuth

(Sonntag, 14.30 Uhr)

„Eigentlich muss das Spiel nach 20 Minuten für uns entschieden sein. Aber wir haben eben nur eine unserer Großchancen genutzt und auch noch einen Elfmeter verschossen. Da fehlte etwas die Entschlossenheit“, blickt VfB-Trainer Marc Sommer auf das jüngste 1:1 in Weißenstadt zurück. Nach dem Geschenk zum Ausgleich habe Weißenstadt sogar noch zwei gute Möglichkeiten gehabt, um ebenfalls als Sieger vom Platz zu gehen. Mit dem FC Tirschenreuth erwartet Sommer einen vor allem offensiv sehr gefährlichen Gegner. „Die Punkte wollen wir nichtsdestotrotz in Arzberg behalten“, sagt der Coach des noch immer ungeschlagenen Tabellenführers. Lukas Graf kommt aus dem Urlaub zurück, auch Hannes Zeitler und Walther stehen wieder zur Verfügung. Fehlen wird Jonas Zeidler (Urlaub).

FC Marktleuthen – SpVgg Saalestadt

(Sonntag, 15 Uhr)

„Mitterteich war die erwartet spielstarke Mannschaft“, blickt FCM-Trainer Michael Ott auf die jüngste 1:4-Niederlage im Stiftland zurück. Nach der dank einer guten Torwartleistung etwas glücklichen Halbzeitführung hätten seiner Mannschaft zwei schnelle Tore nach der Pause das Genick gebrochen. Der nächste Brocken steht schon vor der Tür mit dem Vorjahresmeister aus Schwarzenbach und Förbau. „Die SpVgg Saalestadt gehört auch heuer wieder mit zu den Titelfavoriten. Wir brauchen schon einen Sahnetag, um etwas Zählbares einzufahren“, sagt Ott. Wenn aber nicht alle Spieler eine Top-Leistung bringen, kann das auch böse enden.“ Liebsch fällt sicher aus, ob der ein oder andere angeschlagene Spieler in den Kader zurückkehrt, steht noch nicht fest. Der Trainer selbst befindet sich im schon länger geplanten Urlaub. „Aber das ist unwichtig“, sagt Ott, „denn richten müssen es die Jungs auf dem Platz.“

 

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