Fußball-Kreisliga Süd Sommer hofft auf Lehren aus der Vorsaison

Thomas Schrems und
Der Arzberger Korbinian Lang traf zuletzt in Konnersreuth drei Mal. Foto: Peter Perzl

Der VfB Arzberg erwartet in der Fußball-Kreisliga am Sonntag den FC Marktleuthen – und hat die Favoritenrolle inne. Der Trainer warnt sein Team aber.

Der VfB Arzberg ist mit drei Siegen aus drei Spielen blendend in die neue Saison gestartet – und hat dabei auch schon das ein oder andere Ausrufezeichen setzen können. Nach den Auftakterfolgen in Wiesau (2:0) und gegen den hoch eingeschätzten Nachbarn TSV Thiersheim (2:1) folgte am vergangenen Wochenende ein weiterer Husarenstreich mit dem 5:0 beim letztjährigen Bezirksliga-Relegationsteilnehmer TSV Konnersreuth. Mit so einer Punkteausbeute hat nicht einmal VfB-Coach Marc Sommer gerechnet. „Insgeheim gehofft habe ich das natürlich, aber eher mit fünf bis sieben Punkten zu diesem Zeitpunkt gerechnet. Die volle Ausbeute nehme ich natürlich auch gerne,“ sagt der Arzberger Trainer augenzwinkernd. Die Gründe für den Traumstart seien eigentlich recht einfach. Man habe sich im Sommer sowohl in der Qualität als auch in der Kaderbreite weiter verstärkt. „Außerdem sind wir läuferisch gut drauf, und alle rufen ihre Leistung ab. Durch die Neuzugänge können wir auch zwei, drei Ausfälle ohne größere Schmerzen kompensieren,“ nennt Sommer weitere Gründe, die für den derzeitigen Höhenflug sorgen.

Am Sonntag (14 Uhr) gastiert mit dem Aufsteiger FC Marktleuthen der Heimatverein von Marc Sommer und ein vermeintlich leichterer Gegner am VfB-Sportgelände. Aus der vergangenen Saison hat der aktuelle Tabellenführer jedoch gelernt, dass es die leichten Gegner nicht mehr gibt. „Das haben wir im letzten Jahr bei unseren Niederlagen gegen den ATSV Tirschenreuth gesehen. Ich hoffe, dass wir daraus auch gelernt haben,“ erinnert sich Sommer nur ungern an die Auftritte gegen den Absteiger in die Kreisklasse. Der VfB-Trainer vermutet, dass Marktleuthen etwas defensiver auftreten wird, als es am vergangenen Sonntag noch beim 3:1 gegen den ASV Waldsassen der Fall war.

Für den Neuling war der erste Saisonsieg nach den deutlichen Niederlagen gegen Weißenstadt und in Tirschenreuth wie ein Befreiungsschlag. „Der Sieg war verdient, weil wir unsere Chancen genutzt haben und mannschaftlich geschlossen aufgetreten sind,“ sagt FCM-Trainer Eduardo Silva rückblickend auf die Partie gegen den Mitaufsteiger aus Waldsassen. An diesem Sonntag aber bekomme es seine Mannschaft wieder mit einem anderen Kaliber zu tun. „Arzberg ist eigentlich in jeder Saison oben dabei, und dieses Jahr schätze ich sie noch stärker ein,“ weiß der Marktleuthener Trainer um die Stärke des VfB. Als undankbar schätzt er die Herausforderung nach dem ersten Saisonsieg jedoch nicht ein. „Da wird man gleich sehen, ob wir so eine Leistung erneut abrufen können.“

Gegen Waldsassen hatte es nicht nur Veränderungen im Personal, sondern auch im System gegeben. „Mit Andre Palluch und Maxi Lenz sind zwei Spieler für die Defensive zurückgekehrt. Außerdem agieren wir jetzt mit zwei Stürmern. Die Mannschaft findet sich langsam, das merkt man auch am Training,“ erklärt Silva. Und natürlich wolle man auch die Reise aus Arzberg nicht ohne Zählbares antreten.

Die weiteren Spiele

ASV Wunsiedel – SV Mitterteich II

(Samstag, 15 Uhr)

Trotz zwei verletzter Spieler, die ASV-Trainer Mitko Plomer zuletzt beim Gastspiel bei den Kickers Selb II von Anfang an einsetzen musste, konnten die Kreisstädter mit einem 2:1-Sieg die anvisierten drei Zähler mit nach Hause nehmen. Die personelle Situation entspannt sich allerdings nicht vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SV Mitterteich II. Zu den Langzeitverletzten Robin König, Philipp Hoffmann, Fabi Hiltner und Theo Falk gesellen sich nun auch noch Patrick Hoffmann und Tim Sommerer dazu. Lamentieren möchte Plomer aber nicht. „Wir werden uns gegen Mitterteich trotzdem nicht verstecken und wollen in der Erfolgsspur bleiben.“

SpVgg Weißenstadt – Kickers Selb II

(Samstag, 16 Uhr)

Beim Kantersieg in Kondrau sah SpVgg-Spielleiter Matthias Späthling vor allem spielerisch eine ganz starke Leistung. Sieben der acht Tore seien herrliche Spielzüge vorrausgegangen. Daran möchten die Weißenstädter an diesem Samstag natürlich gegen den Aufsteiger aus Selb nahtlos anknüpfen. Allerdings plagen Trainer Alexander Seidel arge Personalprobleme. Mit Sebastian Herold, Fraas und Stäudel haben sich drei weitere Akteure in den Urlaub verabschiedet. Zudem seien noch einige Spieler angeschlagen. Wer letztendlich aufläuft, entscheidet sich wohl erst kurz vor dem Spiel. Fellermeyer kehrt nach abgesessener Rotsperre aus der vergangenen Saison zurück.

Im Lager des Aufsteigers aus Selb weiß man um die Schwere der bevorstehenden Aufgabe. „Das wird ein ganz dickes Brett. Die Badstädter sind natürlich Favorit gegen uns. Mit dem 8:0 in Kondrau haben sie ein großes Ausrufezeichen in der ganzen Liga hinterlassen und werden mit viel Rückenwind gegen uns auftreten“, sagt Kickers-Trainer Georg Seidel, der das jüngste 1:2 gegen Wunsiedel in allen Belangen abgehakt hat. „Unsere ganze Konzentration gilt nun der neuen Aufgabe. Wir sind keinesfalls gewillt, trotz der sonnigen Temperaturen im Weißenstadt baden zu gehen“. Wegen zahlreicher Urlauber in allen drei Mannschaften der Kickers wird sich erst am Freitagabend entscheiden, wer in der „Zweiten“ mit auflaufen kann. Nach langer Verletzungspause steht erstmals Florian Michaelis wieder zwischen den Pfosten.

TSV Thiersheim – TSV Konnersreuth

Sonntag (15 Uhr)

Gut erholt von der 1:2-Niederlage in Arzberg zeigte sich der TSV Thiersheim beim 4:0-Erfolg in Wiesau. Jetzt freut sich der Thiersheimer Coach Florian Eiser auf das Gastspiel des zuletzt gegen Arzberg arg gebeutelten TSV Konnersreuth. „Wir erwarten eines der Top-Teams unserer Liga.“ Zwar würden einige Akteure urlaubs- und arbeitsbedingt fehlen, „aber auf unserem perfekt bespielbarem Platz werden sich zwei ambitionierte Mannschaften nichts schenken. Ich freue mich auf ein gutes Spiel mit hoffentlich positivem Ausgang für meine Schützlinge“, sagt Eiser.

ASV Waldsassen – TSV Waldershof

(Sonntag, 15 Uhr)

Den jüngsten 2:1-Sieg gegen den FC Tirschenreuth bezeichnet TSV-Trainer Thorsten Meier als verdient, „auch wenn es zwischenzeitlich ein oder zwei Situationen gab, in denen das Spiel hätte kippen können.“ Am Sonntag in Waldsassen muss Meier wieder Änderungen in der Aufstellung vornehmen, da es mehrere Urlauber gibt. Weiterhin sind Dürrbeck und Fürst verletzt. „Es wird ein schweres Spiel werden. Gerade die Heimstärke des ASV ist bekannt“, sagt Meier. Um erfolgreich zu sein, werde es vor allem darauf ankommen, sowohl spielerisch als auch durch Zweikampfstärke zu überzeugen. „Wir werden jedenfalls probieren, auf Sieg zu spielen.“

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