Fußball-Kreisliga Süd SV Selb 13 macht Bezirksliga-Aufstieg perfekt

Die Dreizehner können nach dem 3:0 gegen die SpVgg Weißenstadt einen ersten Haken setzen. Jetzt soll noch die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga Süd folgen. Im Kampf um die Relegation bleibt es weiter spannend – oben wie unten in der Tabelle.

Am Samstag um Punkt 15.43 Uhr rissen der überglückliche Trainer Mo Tamo und seine Schützlinge die Arme nach oben. Mit einem 3:0-Erfolg über die SpVgg Weißenstadt hat die SpVgg Selb 13 den Matchball zum Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga souverän verwandelt. Die besten Karten im Kampf um die Relegation hat nach einem 2:1-Sieg in Wunsiedel wieder der TSV Konnersreuth (46 Punkte). In Lauerstellung stehen weiter der VfB Arzberg nach dem 2:1 in Wiesau und trotz der Niederlage in Selb die SpVgg Weißenstadt (42), die noch ein Nachholspiel (Mittwoch in Wiesau) in der Hinterhand hat. Im Abstiegskampf ist am Samstag ebenfalls eine weitere Entscheidung gefallen. Nach dem 0:6 in Waldershof steht nach Kirchenlamitz mit dem ATSV Tirschenreuth der zweite Verein fest, der in die Kreisklasse runter muss. Spannend bleibt es im Kampf gegen die Relegation zur Kreisklasse. Der TuS Erkerseuth feierte den ersten Sieg in der Rückrunde und darf ebenso noch auf die Rettung hoffen wie die Sportfreunde Kondrau (beide 23 Punkte). Die besten Karten hat nun aber der SV Mitterteich II (26).

SpVgg Selb 13 –

SpVgg Weißenstadt 3:0 (1:0)

Schiedsrichter: Kannheißer (Hof); Zuschauer: 165; Tore: 1:0 Künzel (20.), 2:0 Kröniger (47.), 3:0 Schneider (81.). – Nach den jüngsten Heimniederlagen gegen Konnersreuth und Thiersheim zeigten die Dreizehner am Samstag ein komplett anderes Gesicht. Die Hausherren, bei denen neben Waldemar Schneider, Henrik Kröniger und Eko Keles auch Trainer Mo Tamo im Mittelfeld mit die Fäden zog, starteten druckvoll und stürzten die ersatzgeschwächten Gäste in einige Verlegenheiten. Verdienter und längst überfälliger Lohn war nach 20 Minuten die Führung durch Julian Künzel, der von Lukas Rimböck herrlich bedient wurde. Erst nach einer halben Stunde hatte auch Weißenstadt einige noch zaghafte Offensivbemühungen zu verzeichnen. Kurz vor der Pause schien das 1:1 fällig, doch Jaroslav Smrha kratzte einen Schuss von Gäste-Torjäger Felix Lenk noch von der Linie. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten wieder die mannschaftlich sehr geschlossen agierenden Selber. Es waren keine 120 Sekunden gespielt, als Henrik Kröniger seine prima Vorstellung mit dem 2:0 krönte. Weitere gute SV-Möglichkeiten vereitelte Weißenstadts starker Keeper Florian Dürrbeck. Auf der Gegenseite hatte Jan Albrecht für die stets bemühten Gäste nach einer Stunde die große Gelegenheit zu verkürzen, scheiterte aber an Torwart Tomas Smrha. Den Deckel drauf für die Hausherren machte dann Waldemar Schneider mit einem gefühlvollen Lupfer. Bei aller Bedeutung dieser Begegnung agierten beide Mannschaften wohltuend fair – und absolvierten nach dem Spiel gemeinsam noch eine etwas längere „dritte Halbzeit“. Die SV 13 als künftiger Bezirksligist, die mit dem Bus angereisten Gäste als stolzer Kreisliga-Neuling, der nach einer ganz starken Saison noch immer um die Relegation mitmischt. A.P.

Ungerecht behandelt

TSV Thiersheim –

SG Schwarzenbach/Förb. 1:4 (1:0)

Schiedsrichter: Fuchsstadt (1. FFC Hof); Zuschauer: 80; Tore: 1:0 Hudecek (23.), 1:1 Bablli (63.), 1:2 S. Bertl (68., Foulelfmeter), 1:3 P. Bertl (84.), 1:4 P. Bertl (89.); Rote Karte: Trainer Eiser (TSV/75.). – Der mit sage und schreibe zehn Mann Ersatz angetretene TSV Thiersheim verkaufte sich gegen den Tabellenführer hervorragend. Der Einsatz stimmte von der ersten Minute an. Der Führungstreffer, den die Heimelf bis zum Halbzeitpfiff verteidigte, war hochverdient. In den zweiten 45 Minuten hatte die Heimelf gegen das sogenannte „Unparteiischen-Gespann“ keine Chance. Die Gäste, insbesondere Yamen Bablli, glänzten durch Schauspielerei und provozierendes Geschrei, das vom Schiedsrichter dankend angenommen wurde, um ständig für die Gäste zu pfeifen. Warum Fuchsstadt den Treffer zum 2:2 durch Völker nicht anerkannt hat, wird sein Geheimnis bleiben. Das Schauspiel, das sich sein Linienrichter dann mit der Thiersheimer Bank lieferte und mit der Roten Karte für den überhaupt nicht beteiligten Trainer Eiser gipfelte, war der Höhepunkt dieses unrühmlichen Auftritts. Am Ende kamen die Gäste gegen die entnervten Thiersheimer noch zu einem Sieg, der deutlich zu hoch ausfiel. Der TSV-Elf gebührt ein großes Lob für den Einsatz und auch für die sportliche Haltung gegen die ungerechte Behandlung. KPM

ASV Wunsiedel –

TSV Konnersreuth 1:2 (1:0)

Schiedsrichter: Martin Reichardt (Feilitzsch); Zuschauer: 95; Tore: 1:0 Koller (33.), 1:1 Lang (60.), 1:2 Plaß (80.). – In den ersten 15 Minuten hatte der TSV etwas mehr vom Spiel, dann machte der ASV mehr Druck und ging durch Koller in Führung. Wunsiedel versäumte es in der Folge, den Vorsprung weiter auszubauen. Kurz vor dem Ausgleich gab es ein Handspiel im TSV-Strafraum. Der Schiedsrichter befragte den Linienrichter, der aber nichts gesehen hatte. Eine klare Fehlentscheidung. Danach hatte der ASV noch zwei gute Chancen, schoss aber beide Male nur den Keeper an. In der Schlussphase kamen die Gäste noch zum glücklichen Sieg. G.Z.

Glückliche Arzberger

SpVgg Wiesau –

VfB Arzberg 1:2 (1:2)

Schiedsrichter: Fritzsch (FC Trogen); Zuschauer: 50; Tore: 0:1 J. Häcker (8.), 0:2 Zandt (14.), 1:2 Männl (36.). Wie bereits gegen Selb, fing sich die SpVgg Wiesau eine absolut unnötige Heimniederlage ein. In der ersten Viertelstunde war die Heimelf überhaupt nicht anwesend, und die Gäste nutzten diese Schwäche eiskalt aus. Erst nach dem 0:2 fing sich der Gastgeber und gestaltete das Spiel offen. In der 36. Minute nahm sich Männl ein Herz und drosch den Ball mit einem Traum-Freistoß aus 25 Metern genau in den Winkel. In Hälfte zwei spielte fast nur noch Wiesau. Angriff auf Angriff rollte auf das Gästetor zu, aber die besten Möglichkeiten wurden vergeben oder ein Bein des Gegners stand im Weg. So brachte Arzberg mit viel Glück und Geschick die Führung über die Zeit.

TSV Waldershof -

ATSV Tirschenreuth 6:0 (1:0)

Schiedsrichter: Feindt (Tröstau); Zuschauer: 60; Tore: Tore: 1:0 Hausladen (34.), 2:0 Foti (46.), 3:0 Bertsch (51.), 4:0 Hausladen (64.), 5:0 Fürst (68.), 6:0 Fürst (86.). – Der TSV tat sich in der ersten Halbzeit zunächst schwer. Lediglich Lukas Hausladen traf mit einem flach getretenen Freistoß. Als zu Beginn der zweiten Halbzeit Luca Foti nach einem langen Ball auf 2:0 erhöhte, war der Widerstand der Tirschenreuther gebrochen. In der Folgezeit erspielte sich Waldershof eine Vielzahl an Torchancen und baute das Ergebnis auf 6:0 aus. Es wäre sogar noch ein deutlich höheres Ergebnis möglich gewesen. Mit diesem Ergebnis steht der Abstieg der Gäste auch rechnerisch fest. uba

VFC Kirchenlamitz -

TuS Erkersreuth 0:2 (0:1)

Schiedsrichter: Küffner (FC Nagel); Zuschauer: 60; Tore: 0:1 Otrembski (44.), 0:2 Th. Nendza (81.). – Der TuS hätte deutlich höher gewinnen können. Ein Bericht lag nicht vor.

SV Mitterteich II –

SF Kondrau 4:2 (1:2)

Schiedsrichter: Völkl; Zuschauer: 135; Tore: 1:0 Lautenbacher (9.), 1:1 Schoff (25.), 1:2 Roßkopf (30.), 2:2 Weiß (Foulelfmeter, 53.), 3:2 Müller (86.), 4:2 Weiß (86.); Gelb-Rot: McLean (SVM,82.); Besonderes Vorkommniss: Roßkopf (Kondrau) verschießt Foulelfmeter (49.). – Das Derby bot alles, was sich die Fans wünschten. Bitter für den Gastgeber: Torwart Tobias Eckert musste mit einer wohl schweren Schulterverletzung ins Krankenhaus. R.E.

Autor

 

Bilder