Fußball-Landesliga Lang tobt: „Beschämender Aufritt“

Unzufrieden: Röslaus Trainer Andreas Lang. Foto: Peter Perzl

Die Verletztenmisere kann der FC Vorwärts Röslau beim Landesliga-Schlusslicht SV Memmelsdorf nicht wegstecken: Schon vor der Pause ist die Partie so gut wie entschieden. Eine Schmach.

Nicht viel um den heißen Brei herumreden musste Andreas Lang, der Trainer des Fußball-Landesligisten FC Vorwärts Röslau. Die 0:4-Niederlage seines Teams beim bisherigen Schlusslicht SV Memmelsdorf war eine Schmach. Entsprechend deutlich wurde Lang deshalb auch zum Auftritt seines Teams: „Es war ein mehr als beschämender Auftritt. In Sachen Einsatz, Wille und Zweikampfverhalten hat uns Memmelsdorf alles vorgemacht.“ Sein Team sei in allen Belangen unterlegen gewesen. „Deshalb war der Sieg auch in dieser Höhe verdient.“

Denn einmal mehr bewies sich Röslau als Aufbaugegner für Teams am Tabellenende: Dabei hätten die Fichtelgebirgler trotz der personellen Misere mit zahlreichen Verletzungsfällen in den letzten Tagen die bis dahin noch sieglosen Memmelsdorfer weiter verunsichern können, wenn sie nach zehn Minuten nicht aufgehört hätten, Fußball zu spielen. Zehn gute Minuten reichen eben in der Landesliga nicht. Wäre in der Anfangsphase die Röslauer Führung gefallen, vielleicht wäre alles anders verlaufen. Zwei dicke Chancen hatten die Gäste dazu. Doch danach nahm das Vorwärts-Unheil seinen Lauf: Schon Gezers fataler Fehlpass hätte zum Rückstand führen können, als Gittel allein aufs Gäste-Tor zulief. Was Gezer nicht schaffte, gelang wenig später Torhüter Blechschmidt. Sein Fehler führte zum Gegentreffer: Einen Abschlag legte er Gittel in die Füße, der behielt diesmal die Ruhe – 1:0 (13.).

Röslaus Spiel blieb auch danach voller Fehler – und so gingen auch den anderen beiden Treffern vor der Pause krasse Patzer der Gäste voraus: Akgün legte den Ball zum 2:0 durch Fischer gleich selbst auf (40.) und auch bei Gittels zweiten Treffer stand die Vorwärts-Defensive Pate (45.).

Die Partie war damit so gut wie entschieden. Immerhin zeigte Röslau nach dem Seitenwechsel ein etwas anderes Gesicht und spielte eine Klasse besser als im schwachen ersten Abschnitt. Nur: Es brachte nichts ein. Benker und Knoblauch verpassten den Anschlusstreffer – und so kam es, wie es kommen musste: Mit einem Konter in der Schlussminute erzielte Memmelsdorf noch den vierten Treffer und machte die Röslauer Blamage perfekt.

SV Memmelsdorf: Weber – Müller (72. Horn), Schönlein, Krüger (84. Bayer), Kratz, Schäfer, Gittel (78. Dokic), Schwinn, Wernsdorfer, Fischer (90. Saal), Ochs (65. Fröhling).

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt, Akgün (72. Bötzl), Krassa, Knoblauch, Röthlingshöfer (37. Onarici), Grießhammer (46. Kurdoglu), Benker, Ponader, Gezer, Rupprecht, Hamada (46. Lima).

Schiedsrichter: Schoch (Stralsbach). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Gittel (13.), 2:0 Fischer (40.), 3:0 Gittel (45.), 4:0 Fischer (90.).

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