Fußball-Landesliga Respekt, aber keine Ehrfurcht

Steht nach langer Pause als Joker zur Verfügung: Foto: /Verein

Der Fußball-Landesligist Kickers Selb erwartet an diesem Samstag den Tabellenzweiten FSV Stadeln. Die Damrot-Schützlinge wollen ihre noch kleine Erfolgsserie ausbauen.

Selb - Vor zwei Wochen ist zuhause der Knoten geplatzt, nun ist dies dem Fußball-Landesligisten Kickers Selb mit einem 5:3-Erfolg beim FSV Erlangen-Bruck, dem ersten Auswärtssieg dieser Saison, auch in der Fremde geglückt. Das vor einigen Wochen noch sehr stürmische Fahrwasser ist damit noch ruhiger geworden. Sehr zur Freude von Trainer Martin Damrot: „Die Tabelle ist mehr oder weniger auf null gestellt. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel, damit sind wir in den letzten Wochen sehr gut gefahren.“

Die nächste Partie hat es durchaus in sich, sie ist ein Gradmesser für die immer weiter ansteigende Form der Kickers. An diesem Samstag gastiert um 14 Uhr der FSV Stadeln im Thomas-Lang-Waldstadion – und hier ist für die Kickers wohl nur etwas zu holen, wenn an die zuletzt gezeigten Leistungen angeknüpft werden kann. Die Stadelner sind nach zwei Niederlagen am zweiten und dritten Spieltag mit vier Siegen in Folge aus der hinteren Tabellenhälfte auf den zweiten Tabellenplatz nach oben geklettert und somit eine richtig große Herausforderung. Ihr Ziel ist es, ihre Erfolgsserie fortzusetzen und sich für die 0:5-Klatsche an gleicher Stelle aus der Vorsaison zu revanchieren.

Dem Selber Coach Damrot ist die Stärke des Gegners natürlich nicht verborgen geblieben. „Wir spielen gegen eine starke Mannschaft, die nicht umsonst auf Platz zwei steht, eine sehr gute Defensivarbeit betreibt und zielstrebig nach vorne spielt.“ Eine kurzzeitige Schwächephase, wie zuletzt in Bruck, gilt es jedenfalls tunlichst zu vermeiden. Konzentriertes Arbeiten und Vermeiden von Abwehrfehlern sind angesagt.

Jetzt aber gleich in Ehrfurcht zu erstarren, liegt Damrot fern. Schließlich finden seine Schützlinge im Kollektiv immer besser zusammen, und deren Stärken kommen immer öfter zum Vorschein. „Auch wir haben Selbstvertrauen getankt und werden versuchen, unseren zurückgewonnenen Spielwitz auf den Platz zu bringen“, hofft er, wieder etwas Zählbares zu holen.

Im Selber Kader wird es die ein oder andere Veränderung geben. Marco Kießling ist nach langer Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen und wird bei Bedarf als Joker zum Einsatz kommen. Der junge Neuzugang Marius Kuhl hat seit diesem Samstag Verbandsspielrecht und wird möglicherweise sein Punktspieldebüt bestreiten. Fehlen wird hingegen, wie schon vor einer Woche, Rückkehrer Fernando Redondo, den eine Schilddrüsenerkrankung plagt. Maximilian Christl hat erste Laufeinheiten absolviert, muss sich allerdings noch ein wenig gedulden. Kapitän Kevin Winter, seit seiner Rückkehr aus dem Urlaub eine ganz wichtige Stütze, klagt über Beschwerden im Knie, wird aber die Zähne zusammenbeißen.

Kickers Selb (Aufgebot): J. Lang – Rehak, A. Seidel, Peschek, Hamann, Kuhl, Rupprecht, Winter, Winkler, Özkan, Bösel, Root, Sedlacek, Tonka, Caliskan, Kießling, Wolf. Sp

 

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