Fußball-Landesliga Röslauer Befreiungsschlag

REdaktion

Der FC Vorwärts ringt die SG Quelle Fürth mit 3:1 nieder. Zwei späte Tore sorgen für gute Laune.

Während sich die Röslauer Spieler nach dem Schlusspfiff in den Armen lagen, standen die Quelle-Akteure wie begossene Pudel auf dem Platz. Die Fürther, zuletzt drei Mal siegreich, verloren in den Schlussminuten ein Spiel, das sie über weite Strecken dominiert hatten. Mehr noch: Besonders ärgerlich für die Gäste war die Rote Karte von Patrick Worst nach dem 3:1. Worst hatte ein paar deutliche Worte an seine Mitspieler gerichtet, die der ansonsten hervorragend leitende Unparteiische als Schiedsrichterbeleidigung auffasste. Aller Fürther Protest half nichts, Fabian Zimmermann blieb bei seiner Entscheidung und stellte Worst vom Platz.

Keine Frage: Die Röslauer hatten diesmal das Glück des Tüchtigen. Viel Kritik war nach der 0:4-Pleite in Münchberg auf das Team von Andreas Lang eingeprasselt. Von der ersten Minute an merkte man, dass die Vorwärts-Kicker diese Scharte unbedingt auswetzen wollten. Entsprechend hochmotiviert gingen sie ans Werk. Gleich in Anfangsminuten wurde es zweimal richtig gefährlich vor dem Fürther Tor, doch auf dem glitschigen Rasen war es nicht immer leicht, den Ball unter Kontrolle zu bringen. Mit der ersten starken Aktion gelang den Gästen prompt die Führung. Eine Flanke von rechts beförderte der völlig freistehende Mario Plott aus fünf Metern ins Tor. Doch diesmal gingen die Köpfe der Röslauer Spieler nicht nach unten. Fast vom Anstoß weg gelang den Platzherren der Ausgleich. Julian Ponader spitzelte den Ball geschickt am herauslaufenden Torhüter Alexander Skowronek vorbei ins Netz.

Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit deutlichen Vorteilen für die athletischen und ballsicheren Gäste, die das Leder geschickt durch ihre Reihen laufen ließen. Klare Chancen aber blieben aus.

Das sollte sich in der zweiten Halbzeit ändern. Es waren erneut die Fürther, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten und zu drei richtig guten Möglichkeiten kamen. Die größte vergab Plott bereits in der 54. Minute, als er einen Abpraller freistehend über das Tor drosch. Zwei Mal reagierte Torhüter Sebastian Blechschmidt glänzend.

Mit der Einwechslung von Mustafa Onarici kam in der Schlussphase neuer Schwung ins Röslauer Angriffsspiel. In der 75. Minute hatte Kaan Gezer die Röslauer Führung auf den Fuß. Sein platzierter Schuss aus zehn Meter prallte vom Pfosten zurück ins Spielfeld. In der 87. Minute wurde Onarici kurz vor dem Strafraum von den Beinen geholt. Lorenz Röthlingshöfer legte sich den Ball zurecht und zirkelte ihn an der Fürther Mauer zur umjubelten 2:1-Führung vorbei ins Tor. Damit nicht genug:

Einen schulmäßigen Konter über Gezer schloss Onarici zum erlösenden 3:1 ab. „Das war ein wichtiger und hart erkämpfter Sieg gegen einen bärenstarken Gegner“, war Trainer Andreas Lang die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. „Natürlich hatten wir diesmal nach der Pause auch Glück gehabt, aber wir haben den Druck hochgehalten, wollten unbedingt das 2:1 und haben uns diesmal auch belohnt.“ Lang sprach von einer guten Mannschaftsleistung, die es gelte, beim schweren Auswärtsspiel am Samstag in Stadeln zu bestätigen. „Wir müssen endlich Kontinuität reinbringen, damit wir aus der gefährlichen Zone rauskommen“, so die klare Ansage des Trainers.

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt, Akgün (31. Grießhammer), Rupprecht, Krassa, Knoblauch, Yilmaz (46. Röthlingshöfer), Benker, Lichtblau, Ponader, (58. Schmidt), Gezer, Rüger (71. Onarici)

SG Quelle Fürth: Skowronek, Draws (81. Reischl), Enzigmüller, Reinholz, Schimm, Plott, Kol (62. Zimmermann), Stöß, Angermeier (72. Raufer), Pa. Worst, Kulabas.

Schiedsrichter: Zimmermann (SK Heuchling bei Lauf). – Zuschauer: 97. – Tore: 0:1 Plott (11.), 1:1 Ponader (12.), 2:1 Röthlingshöfer (87.), 3:1 Onarici (90.). – Zeitstrafen: Enzingmüller (63.), Kulabas (beide Quelle/90.+1) . – Rote Karte: Worst (Quelle/90.).

 

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