"Der Fußball muss konstant bleiben, die Aufstellung kann es nicht, weil Spieler sich verletzen. Das passiert ständig im Laufe einer Saison. Wenn dann einer ausfällt und wir stehen dann da und gucken doof und sagen, okay, wir könnten nur so spielen, wenn der und der auf dem Platz ist, dann macht das ja keinen Sinn", dozierte der Bundestrainer. An Kimmich gäbe es keinen Zweifel.
Wie ist die Lage der vielen Neulinge?
Zehn Profis hat Klopp in seinen ersten drei Bundestrainer-Partien zu Nationalspielern gemacht. Fünf waren es allein gegen Serbien. Torwart Jonas Urbig, Derry Scherhant, Said El Mala, Mika Baur und Vitaly Janelt. "Ich bin total happy, dass wir die Jungs eingeladen haben, dass wir sie gesehen haben."
Er hob speziell auf Baur ab, der nebenbei noch zum 1.000. Nationalspieler in der DFB-Historie wurde. Dass sich der eher schmächtige Profi in der rauen schottischen Liga bei Celtic Glasgow durchsetzt, imponiert dem Bundestrainer.
Gegen Griechenland gibt es noch ein paar Kandidaten: Felix Keidel, Finn Jeltsch sowie die Torhüter Finn Dahmen und Noah Atubolu sind noch ohne DFB-Einsatz. Wer im November wiederkommen darf, das ist offen.
Warum ist das Griechenland-Spiel jetzt besonders wichtig?
Es ist wieder alles drin in der Nations League. Bei vier Punkten sind die Niederlande (5 Punkte) und Griechenland (7) in Sichtweite. Und am Sonntag geht es zum Tabellenführer nach Thessaloniki. Da ist noch eine Rechnung offen nach dem 0:1 von Augsburg. Auf eine öffentliche Taktikbesprechung für die schnelle Revanche hatte Klopp vor der nächtlichen Busfahrt zurück nach Herzogenaurach noch keine Lust.
Die Konstellation ist durchaus knifflig. Bei einer Niederlage wäre Platz eins in der Gruppe schon weg. Griechenland könnte nicht mehr eingeholt werden. Bei einem Sieg hingegen geht es mit großem Schwung ins Gruppenfinale im November. Dann kann das Viertelfinale aus eigener Kraft erreicht werden.
Was hat Klopp noch gefreut?
Eigentlich wollte Klopp schon Feierabend machen. Eine Zusatzfrage gestattete er noch. Und die machte ihn dann besonders happy. Die Stimmung in der Allianz Arena, die neue Verbindung zu den Fans. Das machte den Premierensieg für ihn zusätzlich speziell. "Das war ein Traumbild", beschrieb er das schwarz-rot-goldene Fahnenmeer. Da sei ihm "das Herz aufgegangen".
Die Verbindung mit den Fans, das ist ein Lieblingsthema für den Bundestrainer. "Das ist das, was wir natürlich brauchen. Wir müssen Zeichen setzen, wir werden Zeichen setzen", versprach Klopp.