Noch steht Klopp beim Getränkeriesen bis 2029 als Head of Global Soccer unter Vertrag. Das ist ein Faustpfand. Doch worum geht es für Red Bull? Ganz sicher wird das Unternehmen keinen Cent verschenken, das wäre gegen das ökonomische Prinzip. Doch wer die Entstehungsgeschichte von Red Bull im Fußball im Blick hat und die Entwicklung seither, der versteht schnell, dass es auf ein paar Millionen mehr oder weniger vielleicht gar nicht ankommt.
Wichtiger und befriedigender wäre Anerkennung durch das Fußball-Establishment, das dem Konstrukt oft kritisch begegnet. Wenn ausgerechnet Watzke als Präsident des Historien-Vereins Borussia Dortmund ein Bittsteller sein muss, das kann in Leipzig wie am Firmensitz in Fuschl am See glücklich machen. Es wäre eine harte Währung.
Was könnte für Leipzig abfallen?
Wird Klopp also mit Red-Bull-Kappe als Bundestrainer am Spielfeldrand stehen? So weit wird es wohl nicht kommen. Aber vielleicht gibt es ein Extra-Länderspiel in der Red-Bull-Arena in Leipzig. Oder mehr Einfluss zum Beispiel in Form von mehr Einbindung in DFB- oder Bundesliga-Gremien an den Schaltstellen der Fußball-Macht. Hart verhandeln wird Mintzlaff ganz gewiss.