1994 war das DFB-Quartier in Chicago
1994 war die Stadt am Lake Michigan, die in diesem Sommer kein WM-Spielort ist, das Heimatquartier der DFB-Elf. "Man kann es kurz anmerken, da habe ich mein letztes Tor geschossen für die Nationalmannschaft. Im Achtelfinale gegen die Belgier. War schön, hat mich gefreut", erzählte Völler.
Beim 3:2 im Achtelfinale gegen Belgien traf der damals 34-Jährige sogar zweifach. Eine Runde später war für den Titelverteidiger Endstation? Eine herbe Enttäuschung. Diesmal muss das DFB-Team erst einmal so weit kommen.
Die befürchtete, große Hitze bleibt Nagelsmann und Völler erst mal erspart. Chicago präsentierte sich am Ankunftstag frühsommerlich bei Temperaturen um die 25 Grad. Und eine Brise vom See her lässt erahnen, warum die Stadt auch "Windy City" heißt. Erst zum finalen WM-Test gegen die USA hin sollen die Temperaturen steigen. Am Montag reist der DFB-Tross dann weiter ins WM-Quartier nach Winston-Salem im Bundesstaat North Carolina.
Schnell akklimatisieren: "Genügend trinken, gut schlafen"
Vor dem Ernstfall am 14. Juni gegen WM-Neuling Curaçao in Houston (Texas) geht es zunächst um die körperliche Anpassung an die Bedingungen vor Ort. Sieben Stunden Zeitdifferenz zu Deutschland müssen in Chicago verkraftet werden. Die Bayern- und Dortmund-Profis im Kader kennen das Prozedere von der letztjährigen Club-WM.
"Die Bedingungen sind nicht einfach", weiß Kapitän Kimmich. "Genügend trinken, gut schlafen", nennt Jonathan Tah als erste wichtige Aufgaben: "Da gibt es schon ein paar Tools, die man irgendwie nutzen kann, um den Strapazen entgegenzuwirken." Aber der 30 Jahre alte Abwehrhüne mag nicht jammern oder klagen. "Wir haben Kraft für so eine strapaziöse WM. Ich freue mich extrem auf das Turnier. Ich freue mich extrem auf jedes einzelne Spiel. Und ich werde in jedem Spiel bereit sein, Vollgas zu geben", sagte der Bayern-Profi.