Gespielt wird nun in zwölf statt acht Gruppen mit je vier Teams, anschließend folgt für die Gruppensieger, Gruppenzweiten und acht besten Gruppendritten eine erste K.-o.-Runde. Danach geht es im bekannten Formal vom Achtelfinale bis zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York weiter.
Für die Auslosung wurden die 42 qualifizierten Teams nach ihrer Weltranglistenposition in vier Töpfe eingeteilt, die Top neun mit den drei gesetzten Gastgebern in Topf 1, die nächstbesten zwölf Teams in Topf 2, dann die Töpfe 3, und 4. Der letzte Topf wurde mit den sechs Playoff-Gruppen aufgefüllt.
Gezogen werden am Freitag zunächst die Teams aus Topf 1 als Gruppenköpfe, dann werden die Töpfe zwei bis vier geleert. Beschränkungen gibt es: Teams aus der gleichen Konföderation dürfen nicht in einer Gruppe sein. Ausnahme sind die Europäer. Bei 16 Teilnehmern werden in vier Gruppen zwei Europa-Vertreter sein, in den anderen acht je einer.
Eine neue Regel gibt es auch: Die besten zwei Teams der Weltrangliste aus Spanien und Argentinien werden so gelost, dass sie erst im Finale aufeinandertreffen können, wenn sie ihre Gruppe gewinnen. Frankreich und England als nächstbeste Teams können erst im Halbfinale auf die Top-Zwei treffen, sofern auch sie ihre Gruppe gewinnen. Auf den deutschen WM-Weg hat diese Regel bei der Auslosung keinen Einfluss.
Was erfährt Nagelsmann noch in Washington?
Nicht nur die Gegner sind wichtig, sondern auch die Spielorte. Lange Reisen und hohe Temperaturen machen das Turnier kompliziert. Partien in Mexiko stehen zum Beispiel nicht auf dem Wunschzettel von Nagelsmann - in den Gruppen F und K wären solche Spiele zwar nicht zwingend, aber möglich.
Insgesamt gibt es elf Spielorte in den USA, drei in Mexiko und zwei in Kanada. Die allermeisten Spiele (78) finden in den USA statt, je 13 in den anderen beiden Gastgeberländern.
Gleich nach der Auslosung sind die Spielorte und Anstoßzeiten übrigens noch nicht fix. Die FIFA legt diese bis zum Samstag fest, um bestmögliche TV-Zeiten für die Fans aller Teams zu garantieren und eventuell Partien zur amerikanischen Mittagszeit in Arenen mit Dach (z.B. Arlington bei Dallas und Atlanta) zu spielen. Für jedes Gruppenspiel gibt es im Spielplan derzeit zwei Optionen.
Was ist von Donald Trump zu erwarten?
Bislang hat der US-Präsident kaum eine Gelegenheit ausgelassen, das Mega-Event für sich als Bühne zu nutzen. In Erinnerung ist besonders sein skurriler Auftritt bei der Siegerehrung des FC Chelsea als Gewinner der Club-WM im vergangenen Sommer. Natürlich wird er auch am Freitag dabei sein, wie Regierungssprecherin Karoline Leavitt bestätigte. Ob nur als Gast oder Akteur auf der Bühne, wird sich zeigen.
Trump und Infantino arbeiten seit Monaten Hand in Hand. Der Republikaner veranlasste auch, dass die Auslosung unweit vom Weißen Haus im John F. Kennedy Center for the Performing Arts stattfindet. Spekuliert wird weiterhin, dass der neue FIFA-Friedenspreis an Trump gehen könnte.