Rico Preißinger war noch nie der Torjäger. Der Oberfranke aus Stammbach fühlt sich im defensiven Mittelfeld wohl, Tore sind eher eine Seltenheit. Wenn er dann schon mal trifft, dann ist das etwas Außergewöhnliches. Nochmals außergewöhnlicher wird es, wenn er dann noch solche Tore schießt wie am Donnerstagabend. Sein aktueller Klub Preußen Münster hatte den Bundesligisten Werder Bremen zu einem Testspiel in der Länderspielpause zu Gast. Preißinger, der in der laufenden Saison im defensiven Mittelfeld nur zweite Wahl ist, kam zur Pause ins Spiel und war Initiator einer turbulenten Halbzeit. Der Favorit aus Bremen lag zur Pause mit 2:0 vorn, dann drehte der Zweitliga-Neuling auf und wendete das Blatt komplett. Am Ende stand ein 3:2-Erfolg für Münster. Die Aufholjagd begann mit Preißingers fulminanten Anschlusstreffer nach über eine Stunde. Von der Strafraumgrenze jagte er den Ball unter die Latte. „Ich habe einfach draufgehalten“, sagte der Torschütze den „Westfälischen Nachrichten“ und musste sogar ein Stück überlegen, wann er das letzte Mal getroffen hatte: „Ich meine, das war für Magdeburg gegen Unterhaching“, blickt er zurück. Im November 2019 war das beim 3:0-Sieg.
Fußball Preißingers Traumtor gegen Werder Bremen
Marcus Schädlich 06.09.2024 - 16:41 Uhr