Wenige Tage vor einer wegweisenden Entscheidung ist die Reform der Fußball-Regionalligen noch einmal ins Wanken geraten: Am Montag (29. Juni) stimmen die Klubs aus der 3. bis zur 5. Liga bundesweit über die künftige Struktur und Aufstiegsregelung ab. Doch ausgerechnet kurz vor dem Votum haben kurzfristige Änderungen an einem lange als konsensfähig geltenden Modell für neue Unruhe und scharfe Kritik gesorgt. Kern der Reformüberlegungen ist das sogenannte Kompassmodell. Es soll die bislang fünf Regionalligen auf vier Staffeln reduzieren und sicherstellen, dass künftig alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Damit würde ein Dauerstreit beendet, der den Wettbewerb seit der Reform 2012 begleitet: Seit Jahren müssen drei von fünf Meistern ihren Aufstieg in Entscheidungsspielen erzwingen – oft mit dem Risiko, trotz dominanter Saison leer auszugehen.