Mit einem 5:2-Sieg sichert sich der BSC Tauperlitz im Relegationsspiel gegen die SpVgg Faßmannsreuth den Klassenerhalt in der Kreisliga Nord. Dabei ist das Ergebnis weit deutlicher als der Spielverlauf.
Der BSC Tauperlitz bleibt in der Kreisliga Nord. In zwölf Minuten dreht die Elf von Daniel Micklisch den Rückstand gegen die SpVgg Faßmannsreuth und siegt am Ende mit 5:2.
Mit einem 5:2-Sieg sichert sich der BSC Tauperlitz im Relegationsspiel gegen die SpVgg Faßmannsreuth den Klassenerhalt in der Kreisliga Nord. Dabei ist das Ergebnis weit deutlicher als der Spielverlauf.
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In Halbzeit eins dominiert der Zweite der Kreisklasse Hof. Das Team von Isak Zahirovic beginnt forsch, gallig, mit gutem Zug nach vorn. Faßmannsreuth gewinnt mehr zweite Bälle, verzeichnet mehr Abschlüsse. Die verdiente Führung fällt jedoch erst kurz vor der Pause, als Tauperlitz bei einem weiten Ball auf Abseits spielt, Steinmetz einläuft und über den herauseilenden Heidler einköpft (40.). „Wir sind gut reingekommen, hätten vielleicht auch noch ein Zweites machen müssen. Dann kriegen wir nach dem Wechsel den Ausgleich aus dem Nichts und dann hat sich die junge Truppe etwas überrumpeln lassen“, bilanziert Zahirovic die verhängnisvolle Phase für sein Team.
Gut zehn Minuten hat Faßmannsreuth auch nach der Pause alles gut im Griff. Aber Tauperlitz steht jetzt höher, bekommt mehr Spielanteile und schlägt dann zu. Pößnecker flankt von rechts und Paschos muss in der Mitte nur den Fuß hinhalten (57.). Tauperlitz hat jetzt Oberwasser und legt zehn Minuten später nach. Einen Klein-Freistoß kann Keeper Wagner nicht festhalten – Friedrich staubt ab – 2:1. „Erste Halbzeit waren wir nicht richtig drin. Aber wir haben uns in der Kabine gesagt, wenn wir ein Tor schießen rocken wir das Ding“, sagt Tauperlitz’s Marco Forndran und rockt dann selbst. Einen Faßmannsreuther Angriff abfangend schlägt er im Mittelkreis an den Ball, Wagner ist weit vorm Tor, kommt nicht mehr zurück – 3:1 (69.) „Ehrlich – es war ein Befreiungsschlag. Das der aber so einschlägt, war natürlich geil“, so Forndran.
Damit liegt der Vorteil jetzt klar bei Tauperlitz, doch Faßmannsreuth wird noch einmal wach und drückt dagegen. Rogler flankt von links und BSC-Keeper Heidler packt gegen Croitorus Kopfball eine Monsterparade aus (77.). Bei der darauf folgenden Ecke fällt dann aber doch der Anschlusstreffer. Bülbül schlägt den zweiten Versuch vors Tor, wo erneut Steinmetz zur Stelle ist. Faßmannsreuth startet die Schlussoffensive und kommt beinahe zum Ausgleich. Croitoru findet mit seiner Eingabe von rechts den Kopf von Adolph, der am langen Pfosten jedoch um Zentimeter am leeren Eck vorbei köpft.
„Das passt zur ganzen Saison. Wir kassieren die Tore aus dem Nichts und machen die Hundertprozentigen nicht. Da kannst Du so ein Spiel nicht gewinnen“, findet Zahirovic, der zusehen muss, wie sein Team in danach den Genickschlag kassiert. Bereits in der Nachspielzeit kann Wagner einen Freistoß von Klein nicht festhalten – Tröger macht das vorentscheidende 4:2. Den Schlusspunkt setzt dann Senk nach Ecke quasi mit dem Schlusspfiff. „Nach dem 3:1 war eigentlich der Käse gegessen. Beim Anschluss mussten wir noch mal gegenhalten, aber dann haben wir es klargemacht“, ist Daniel Micklisch stolz auf sein Team. „Das war genau das, was meine Mannschaft in der Rückrunde ausgezeichnet hat. Wir sind verdient weiterhin Kreisligist und fertig.“
Für Zahirovic bleibt ein Minimum an Resthoffnung. „Vielleicht kriegen wir noch eine Chance – wenn nicht, gehts auch weiter.“ Micklisch dagegen hat Planungssicherheit. „Ich freue mich auf nächstes Jahr, mit den Neuen, Jungen etwas aufzubauen. Kreisliga – da lernen sie. Und jetzt wird gefeiert bis zum Umfallen.“
BSC Tauperlitz: Heidler – Friedrich, Bauer, Paschos, Pößnecker, Küffner, Forndran, Micklisch, Busch, Klein, Rietsch.
SpVgg Faßmannsreuth: Wagner – Ghiorcuta, Gündüz, Adolph, Croitoru, Fuchs, Steinmetz, Bohs, Rogler, Reul, Bülbül.
Schiedsrichter: Weber (FC Frankenwald) – Zuschauer: 533.
Tore: 0:1 Steinmetz (40.), 1:1 Paschos (57.), 2:1 Friedrich (67.), 3:1 Forndran (69.), 3:2 Steinmetz (78.), 4:2 Tröger (90.+1), 5:2 Senk (90.+7).