Gärten Ein Tag im grünen Paradies

Werner Reißaus

Die Hitze hat rund 1000 Besucher nicht abgehalten: Beim Tag der offenen Gartentüre waren im Landkreis Kulmbach sieben Gärten zu besichtigen. Ein Überblick über die Kleinode.

Die Besucher kamen in großer Zahl aus dem Landkreis Kulmbach und auch aus den angrenzenden Landkreisen Bayreuth, Hof und Lichtenfels. Die Resonanz für den Veranstalter, den Ortsverschönerungs- und Gartenbauverein Neuenmarkt und den Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Kulmbach, fiel sehr positiv aus.

Kreisvorsitzender Günter Reif verhehlte nicht, dass es etwas schwierig war, diesen Tag durchzuführen: „Wir haben es letztendlich geschafft. Und das Ziel dieses Gartentages ist, unsere wunderbaren, lebens- und liebenswerten Gemeinden in unserem Landkreis vorzustellen.“

Gartenparadies für Kinder

Liane Matthes-Werner und Stefan Werner haben aus einem verwahrlosten Grundstück ein kleines Naturparadies für Kinder geschaffen.

„Das Haus aus dem Jahr 1880 war runtergekommen und total vermilbt. Geplant war eigentlich, unser Wohnmobil in die Scheune zu stellen und das alte Haus nur dazu zu kaufen. Erst dann ist die Idee erwacht, dass wir das Anwesen mit dem herrlichen Naturgarten herrichten. Der Vorbesitzer wollte es abreißen, aber nachdem das alte Haus Flair hat, kam für uns dann doch in Frage, es herzurichten“, erzählt Stefan Werner.

Naturnah über Generation

Lukas Gieger: „Für uns war wichtig, die Natur und dem alten Baumbestand zu erhalten. Die Bäume werden auch genutzt und so wird aus den Äpfeln Saft gepresst. Wir haben hier auch Kürbisse und Mama ist vorne für den Gemüsegarten zuständig, von Tomaten über Broccoli und Bohnen. Das wird auch alles von uns verwertet und wir haben auch extra ein Stück Blühwiese gelassen und haben einen Totholzbaum im Bestand, da hat heuer ein Grünspecht gebrütet.“

Kreativ im Grünen

Barbara Masurat: „Ich hatte für den Garten keinen Plan, sondern nur immer Wünsche. Die Gabe habe ich nicht, als Gartenarchitektin zu wirken und unser Garten entstand immer Stück für Stück. Als wir vor 25 Jahren hierhergezogen sind, haben wir der Anlegung unseres Gartens angefangen. Als ich am Anfang den ersten Spatenstich gemacht habe, wusste ich erst, wie schwer ein Lehmboden zu bearbeiten ist. Da habe ich gepustet, denn ich hatte noch nie etwas vom Lehmboden gehört.“

Garten der Vielfalt

Sonja Promeuschel: „Ein Garten wächst immer mit der Zeit und durch meine vielen Reisen wollte ich auch verschiedene Pflanzen aus den Regionen, wo ich schon einmal war. Ich habe zum Beispiel eine tibetanische Clematis, denn ich war in Tibet gewesen. Oder auch einen Ginkgo, der Urbaum schlechthin und noch andere Besonderheiten wie den Tulpen- oder den Trompetenbaum. Hinzu kommt, dass ich noch rund 110 verschiedene Rosen im Garten habe, vor allem historische und alte Rosen.“

Der kleine Bauerngarten

Irene Beyerlein: „Unser Garten hat im Lauf der Jahre ein anderes Bild bekommen, so mussten die großen Bäume den klein wachsenden Bäumen im Vorgarten weichen. Im hinteren Bereich haben wir uns einen Gemüsegarten angelegt und der Garten ist einfach mein Hobby und ich bin täglich so eine halbe Stunde mit der Arbeit im Garten beschäftigt. Nachdem ich gehört hatte, dass es Probleme gab, überhaupt Gärten für diesen Tag zu finden, haben wir uns auch bereit erklärt, unseren Garten zu öffnen.“

Für Kinder und Künstler

Birgit Landskron: „Unser Garten hatte ja, als wir das Haus gekauft haben, ursprünglich anders ausgesehen, also sehr ordentlich. Ich wollte Platz für Kinder haben und der Garten hat sich dann im Laufe der Zeit immer gewandelt, weil immer mehr dazu gekommen ist. Uns waren die Spielmöglichkeiten für die Kinder wichtig und genauso wichtig war auch, dass unser Garten pflegeleicht ist. Ich denke, man muss einen Garten auch in Ruhe lasse und mir ist auch wichtig, dass es im Garten summt und brummt.“

Die Ruhe genießen

Ursula Braun: „Ich genieße meinen Garten, der mit den alten Bäumen und vielen Sträuchern immer zum Verweilen einlädt. Auf einer Bank im Garten sitzen, dem Gezwitscher der Vögel lauschen und einfach auch die Natur genießen.“

 

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