Ganztagsbetreuung für Grundschüler 100 Hortplätze für Marktleuthen

Aktuell werden die Marktleuthener Hortkinder in der Grundschule betreut. Foto: /Florian Miedl

Marktleuthen muss viele zusätzliche Hortplätze schaffen. Grund ist ein neues bayerisches Gesetz. Künftig gratuliert die Stadt zu runden Geburtstagen und Geburten. Der Marktplatz wird in Abschnitten saniert.

Die Egerstadt braucht deutlich mehr Hortplätze. Für 50 Plätze hat der Kinderhort aktuell bereits eine Betriebserlaubnis beantragt; ab 2026 wird der Bedarf noch einmal deutlich ansteigen. Dann ist von einem Bedarf von 100 Hortplätzen auszugehen. Zwar erwartet die Stadt laut Bürgermeisterin Sabrina Kaestner (CSU) keinen nennenswerten Geburtenanstieg. Hintergrund ist indes, dass dann für Grundschüler ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gilt. Die Stadt hat nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot zu gewährleisten. Der Stadtrat war mit der Bedarfsplanung, die bereits mit den Trägern der örtlichen Kindergärten abgestimmt ist, einverstanden. Sie beinhaltet für das kommende Betreuungsjahr 39 Krippenplätze, 121 Kindergarten- sowie 55 (ab 2026: 100) Hortplätze.

Neue Richtlinie für Gratulationen

Sabrina Kaestner zeigte sich erfreut, dass bei derlei zukunftsweisenden Entscheidungen „alle an einem Strang ziehen“. Sämtliche Beschlussvorlagen der 24. Sitzung wurden ohne Gegenstimme durchgewunken. Dazu gehörte auch eine städtische „Richtlinie zu Gratulations- und Kondolenzanlässen“ und deren Daten. Künftig gratuliert die Stadt ihren Bürgern zu besonderen Geburtstagen: 18., ab dem 70. Alle fünf Jahre, ab dem 100. jedesmal. Auch Ehejubilare erhalten zum 50., 60., 65. Und 70. Jahrestag Glückwünsche der Stadt, ebenso wie junge Marktleuthener Eltern zur Geburt eines Kindes. Bei Todesfällen gibt es ein Beileidsschreiben, für ehemalige Mitarbeiter veröffentlicht die Egerstadt eine Todesanzeige.

Marktplatz wird in Abschnitten saniert

Auf den Tagesordnungspunkt „Sanierung der Gehwege und Parkbuchten am Unteren Markt, Marktplatz und Humboldtstraße“ ging die Bürgermeisterin etwas ausführlicher ein: „Der Zustand drückt uns seit Jahren“, bekannte sie, denn der optische Eindruck des ‚städtischen Wohnzimmers‘ ließe zu wünschen übrig. Hinzu komme die Lärmbelästigung durch Fahrzeuge, die über die unebene Straße holperten. Eine komplette Neugestaltung des Marktplatzes sei aktuell aus finanziellen Gründen nicht machbar, denn dafür wäre eine siebenstellige Summe nötig. Vielmehr wolle die Stadt Schritt für Schritt Sanierungen angehen, als ersten eben die Sanierung der Gehwege und Parkbuchten. Hierfür sind 350 000 Euro vorgesehen. Im Mai soll der Bauausschuss dazu beraten. Die Straße selbst und ihr Belag fällt in die Zuständigkeit des staatlichen Bauamts. Hierzu bat Stadträtin Birgit Kaestner von der WG um die Neueinteilung der Parkbuchten, die das Stadtoberhaupt bestätigte. Für die Frage zu E-Ladesäulen verwies Sabrina Kaestner auf den Bauausschuss.

Stadträtin Kerstin Rennhack (SPD) nannte die Gehwegsituation auf der Kirchenseite „gefährlich“. Hierzu hatte die Verwaltung bereits eine Stellungnahme der Polizei eingeholt, die an der Stelle keine Gefahr erkennen konnte. Auch dies werde laut Sabrina Kaestner im Bauausschuss noch einmal besprochen, ebenso wie die Absenkung der Bordsteine für Barrierefreiheit. Gegen den Bauantrag von Stephanie und Benedikt Sonntag aus Selb für ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und Doppelgarage im Rohrsbach hatte das Gremium trotz Abweichungen vom Bebauungsplan nichts einzuwenden

Zehn Konzerte im Egerpark

Die Bürgermeisterin teilte mit, dass nach zwei Jahren Coronapause wieder Egerparkkonzerte stattfinden. Ab dem 15. Mai können sich Besucher an zehn Terminen jeweils sonntags ab 17 Uhr über musikalische Darbietungen im Grünen erfreuen.

Zu den Bahnübergängen in Großwendern können sich Interessierte am Donnerstag, 12. Mai, informieren. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Dorfhaus.

Konzerte im Egerpark
15. Mai: Musikschule
29. Mai: Vielsaitig
12. Juni: Böhmisch Blech
19. Juni: 4er Blech Musikanten
17. Juli: Die Bartscher
31. Juli: Turmbläser Kirchenlamitz
7. August: Gerhard Wunderlich und Christian Peter Rothemund
14. August: Wildenberg Saitenmusik
28. August: Hofer Tanzbodenmusik
4. September: BGS Trio

Beginn ist jeweils ab 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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