Gasthof Fels Naturparkzentrum kann kommen

, aktualisiert am 25.07.2023 - 11:50 Uhr

Die Landkreise Hof und Kulmbach hatten für den Landgasthof Fels Vorkaufsrecht geltend gemacht. Nun steht frisches Geld zur Verfügung.

Der Gasthof Fels. Foto: Göpel-Schulze

In die Pläne der Landkreise Kulmbach und Hof, aus dem ehemaligen Gasthof Fels ein Naturparkzentrum mit Sitz der Frankenwald-Ranger zu machen, könnte bald Bewegung kommen. Wie die Landtagsabgeordneten Martin Schöffel (CSU) und Rainer Ludwig (Freie Wähler) mitteilen, stehen aus den sogenannten Fraktionsreserven von CSU und Freie Wähler Mittel zur Verfügung. Das Geld ist frei, weil es im Verfahren der Haushaltsaufstellung der Staatsregierung nicht berücksichtigt werden konnte, schreiben die beiden Abgeordneten.

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Der Gasthof Fels, an der Grenze der Landkreise Hof und Kulmbach gelegen, wurde 2018 an eine Größe aus der rechten Szene verkauft. Die Vorbesitzer des Traditionsgasthauses wussten damals nicht, wer der Interessent war. Die Landkreise versuchten nach Bekanntwerden der Identität des neuen Besitzers durch diese Zeitung, Vorkaufsrecht für das gut acht Hektar große Grundstück und die 250 Quadratmeter große Villa geltend zu machen. Drei Jahre dauerte der Rechtsstreit mit Jens H. vor dem Bayreuther Verwaltungsgericht. Die Behörden stützten sich in ihrer damaligen Begründung auf Artikel 39 des Bayerischen Naturschutzgesetzes. Dort heißt es, dass das Vorkaufsrecht nur ausgeübt werden könne, wenn es zukünftig das Bedürfnis der Allgemeinheit nach Naturgenuss und Erholung rechtfertigt. Dagegen klagte Jens. H. Die Richter gaben ihm recht.

Im August 2021 gaben die Landkreise dann bekannt, dass H. das Anwesen an die Landkreise verkauft habe. Über die Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Laut dem Hofer Landrat Oliver Bär soll H. aber keinen Gewinn mit dem Verkauf gemacht haben.

Aus den nun freigewordenen Mitteln soll die Dorferneuerung Schübelhammer, der Weiler gehört zu Schwarzenbach am Wald (Landkreis Hof), angeschoben werden. Von hier aus führen die Zufahrtswege nach Fels, das zur Gemeinde Presseck (Landkreis Kulmbach) gehört.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es ungenau, Jens H. sei wegen Körperverletzung vorbestraft. Tatsächlich war er wegen Volksverhetzung verurteilt worden.