Fast kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in Oberfranken Wirtsleut’ ihr Aus verkünden. Im Landkreis Kulmbach zum Beispiel haben diese Woche zwei Traditionsgaststätten für Schlagzeilen gesorgt: Im Gasthaus „Zur Birke“ hört das Wirtsehepaar zum Jahresende auf, in der „Weinbrücke“ haben die Macher Insolvenz angemeldet. Die beiden Fälle reihen sich ein in eine lange Liste von altehrwürdigen Wirtshäusern und chicen Restaurants, die geschlossen haben, die es bald nicht mehr geben wird oder deren Existenz auf der Kippe steht. Dazu gehören allein im Kulmbacher Raum die Zunftstube in der Oberen Stadt oder das Gasthaus Friedrich in Trebgast einerseits sowie der Schwarze Reiter oder das „Kleine Rathaus“ andererseits. Auch im Fichtelgebirge oder im Hofer Raum gibt es viele solche Fälle. Was sie häufig gemein haben und die Geschichte in marktwirtschaftlicher Hinsicht bizarr macht: An Gästen fehlt es nirgendwo. Aber obwohl die Nachfrage groß ist, bricht das Angebot weg. Warum das?
Gastronomie-Krise Für die Wirte muss mehr Geld übrigbleiben
Alexander Wunner 22.03.2025 - 12:00 Uhr