Tempo innerorts Bürger aus Gumpertsreuth hatten einen Antrag gestellt, den Fahrzeugverkehr mit einem Geschwindigkeitsmessgerät zu überwachen. Die Bürger begründeten ihr Anliegen damit, dass seit dem Ausbau des nahen Gewerbegebiets „Zuliefererpark“ und der Inbetriebnahme des Versandlagers von Amazon in der Ortsdurchfahrt von Gumpertsreuth Schwerverkehr und Pendler die innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung missachten würden. Weil Bürgersteige fehlten und bei der Gaststätte „Altes Haus“ viel Fußgängerverkehr herrsche und zudem ein Radweg quert, sei die Ortsdurchfahrt von Gumpertsreuth sehr gefährlich geworden. Jede Möglichkeit zur Senkung der Geschwindigkeit müsse genutzt werden, zum Beispiel eine Geschwindigkeitsmesstafel. Bürgermeister Müller zufolge habe der Gemeinderat schon in einer früheren Sitzung die Anschaffung einersolchen Tafel beschlossen. „Wer wertet die gespeicherten Daten über die gefahrenen Geschwindigkeiten aus“, fragte zweiter Bürgermeister Werner Völkl (CSU). Unsere Gemeindearbeiter“, antwortete Müller. Eine rechtliche Grundlage für die Auswertung habe man jedoch nicht. „Die Auswertung ist anonymisiert“, sagte Gemeinderat Wolfgang Popp, der selbst Polizist ist. „Wir können feststellen, wie viele Fahrzeuge sich an die Begrenzung von Tempo 30 halten“, ergänzte Völkl. „Aufgrund dieser Daten kann man mit der Polizei sprechen, dass Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden“, sagte Bürgermeister Müller. „Überwachung gibt es in Bayern nur an Unfallschwerpunkten“, entgegnete Wolfgang Popp. Schließlich beschloss der Gemeinderat, ein Geschwindigkeitsmessgerät für 2806 Euro anzuschaffen.