Gedenken Erinnerungsort für die Opfer des NSU-Terrors wird eröffnet

Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Foto: Martin Schutt/dpa

Das NSU-Terrortrio hatte sich einst in Thüringen radikalisiert und später unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland verübt. An die Namen der Opfer wird nun an zentraler Stelle erinnert.

 
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Erfurt (dpa/th) - In unmittelbarer Nähe zum Thüringer Landtag wird künftig an die Opfer des NSU-Terrors erinnert. Das Mahnmal wird am Mittwoch (14.00 Uhr) eröffnet. Dazu werden auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer des NSU, Barbara John, erwartet. Mit diesem Erinnerungsort stellt sich Thüringen seiner Verantwortung als Heimat der späteren Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe.

Alle drei waren in den 1990er Jahren in Jena aufgewachsen und hatten sich in der Thüringer Neonazi-Szene radikalisiert. Ende der 1990er Jahre waren sie in den Untergrund gegangen, wo sie den sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrund" bildeten. Die Terrorgruppe ermordete zwischen 1999 und 2007 mindestens zehn Menschen.

Das Mahnmal ist nach einem Entwurf des Stuttgarter Künstlerduos Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper gestaltet worden und heißt "Schattenwurf". Es besteht aus sechs Torbögen, die mehrere Stahlstreifen tragen. Aus zehn dieser Streifen sind die Namen der NSU-Opfer heraus gelasert worden.

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