Gedenktag Blutrotes Signal von Christen für Christen

Anja Lohneisen
Pfarrer Ralf Haska (links) und Pfarrer Oliver Pollinger im Altarraum der katholischen Kirche mit dem rot beleuchteten Christus. Foto: /Anja Lohneisen

Am Gedenktag für wegen ihres Glaubens Verfolgte beteiligen sich auch die Gemeinden in Marktleuthen. In einer ökumenischen Andacht beten sie für Gequälte und Getötete.

Marktleuthen - Der Red Wednesday ist im Jahr 2015 in England vom Hilfswerk „Kirche in Not“ als Gedenktag für verfolgte Christen ins Leben gerufen worden. Um auf Missstände öffentlich aufmerksam zu machen, werden seitdem am letzten Mittwoch im November weltweit viele Gebäude und Monumente rot beleuchtet – als Zeichen für das Blut vieler verfolgter, gequälter und auch getöteter Christen unserer Zeit.

Beleuchtung und Abendandacht

In diesem Jahr haben sich an der Aktion auch die katholische Pfarreiengemeinschaft Marktleuthen-Kirchenlamitz-Röslau-Weißenstadt mit der evangelischen Kirchengemeinde in Marktleuthen beteiligt. Sowohl an der Sankt-Nikolaus-Kirche am Marktplatz als auch aus St. Wolfgang in der Bahnhofstraße leuchtete rotes Licht aus den Fenstern, und in der katholischen Kirche fand eine ökumenische Abendandacht statt.

Hunderte Kerzen

In der von vielen Hundert Kerzen erhellten Kirche berichtete Pfarrer Ralf Haska den zahlreichen Besuchern beider Konfessionen von Notlagen verfolgter Christen weltweit. Speziell erwähnte er Schicksale von Menschen in Vietnam, die als Christen bereits innerhalb der Familie oder in der Dorfgemeinschaft in Konflikt geraten und Ausgrenzung und Gewalt ertragen müssen. Pfarrer Oliver Pollinger ergänzte, dass er in seiner Internatszeit junge Vietnamesen kennengelernt hätte, die mit ihren Familien ihre Heimat hinter sich gelassen hatten, weil sie ihren christlichen Glauben dort niemals hätten ausleben dürfen.

Kirchenchor und Orgel

Zusammen mit dem katholischen Kirchenchor Kirchenlamitz/Weißenstadt unter der Leitung von Christian Peter Rothemund und mit der Orgelbegleitung durch Stephan Scheffel wurde in der Andacht viel gesungen. Klage, Fürbitten und Dank wurden vorgebracht – nicht nur für das kleine Marktleuthen, sondern für ganz viele kleine und große Gemeinden weltweit, im Vertrauen darauf, dass das Gebet zu Gott dringt und Verfolgte wissen lässt, dass sie nicht allein sind.

 

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