Gefährliche Situation Falschfahrer durchbricht Rettungsgasse auf der A9 bei Berg

Bei einem Unfall auf der A9 bei Berg versuchte ein Mann aus dem Kreis Kronach, die Wartezeit im Stau zu umgehen – und setzte dabei Polizisten und Einsatzkräfte in Gefahr.

Der 68-Jährige sah nicht ein, sich an die Rettungsgasse zu halten -Symbolfoto. Foto: dpa/Moritz Frankenberg

Auf der A9 bei Berg ist es am Dienstagabend gegen 17 Uhr zu einer brenzligen Situation gekommen: Ein 68-jähriger Mann aus dem Landkreis Kronach durchbrach die Rettungsgasse, die andere Verkehrsteilnehmer und Einsatzkräfte nach einem Verkehrsunfall vorsorglich gebildet hatten.

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Rettungsgasse vorbildlich gebildet

Zwei Streifen der Autobahnpolizei Hof sicherten den Unfallort ab. Während eine Streife direkt zur Unfallstelle fuhr, verlangsamte die andere den Verkehr vor der Unfallstelle und signalisierte „Nicht überholen“, um Gefahren für die Unfallbeteiligten und die Einsatzkräfte zu vermeiden. Vorbildlich bildeten die Autofahrer eine Rettungsgasse zwischen dem mittleren und linken Fahrstreifen, durch die ein Feuerwehrfahrzeug passieren konnte.

Der 68-Jährige scherte jedoch mit seinem Mercedes-Kleintransporter aus und folgte dem Einsatzfahrzeug durch die Rettungsgasse. Trotz Warnsignalen und Anweisungen der Polizisten reagierte er zunächst nicht. Erst wenige Zentimeter vor einem Beamten konnte er zum Anhalten bewegt werden.

Polizei reagiert konsequent

Bei der anschließenden Kontrolle zeigte der Mann weder Einsicht noch Verständnis für das Fehlverhalten. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang: Rettungsgassen sind lebenswichtig, um Einsatzkräften das schnelle Passieren bei Unfällen zu ermöglichen. Wer sie missachtet, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen.