Auf das Strategiepapier angesprochen, sagte Selen: "Ich würde aus einer solchen Strategie noch nicht die Ableitung ziehen, dass wir mit Amerika brechen, und ich glaube auch nicht, dass unsere Partner mit uns brechen." Dennoch gelte es, nun möglichst rasch zu klären: "Was ist damit eigentlich konkret gemeint?" Die deutschen Nachrichtendienste sollten ihre Allianzen weiterentwickeln, das gelte besonders für die Vernetzung innerhalb Europas.
Die Grünen-Vorsitzende, Franziska Brantner, sieht dagegen keinen Interpretationsspielraum. Sie nannte das Strategiepapier ein "Scheidungsdokument" von US-Präsident Donald Trump. "Seine neue Liebe" sei offensichtlich der russische Präsident Wladimir Putin. "Überraschend ist das nicht, aber es ist schmerzhaft."