Verärgert über die Regierung von Oberfranken zeigte sich Bürgermeister Daniel Schreiner in der letzten Gemeinderatssitzung. Es geht um die Gestaltung des Mühlteichplatzes und weitere kleinere Projekte, für die im Rahmen des ISEK Zuwendungen aus der Städtebauförderung beantragt wurden. Dafür müsste nun zuerst ein Rahmenplan erstellt werden, um an die Fördermittel zu kommen, obwohl die Gemeinde schon mehrere Konzepte vorgelegt hat. Norbert Endrejat (CSU), selbst Architekt, ist „vor lauter Konzepten schon ganz konzeptlos. Ich kenne mich nicht mehr aus, was gemacht werden muss“, zumal nach dem Entwurfsplan ja schon Gelder geflossen seien. Peter Thuy (SPD) kann Bürgermeister Matthias Döhla aus Konradsreuth verstehen, der in seiner Wutrede die Arbeitsweise der Regierung kritisiert hatte (die Frankenpost berichtete). Schreiner monierte, zuerst würden die Kommunen mit Fördermittel gelockt, „und dann werden Konzepte gefordert. Wir haben schon fünf gemacht. Damit will man dann die Kommunen mürbe machen und gegeneinander ausspielen. Wir werden überverwaltet.“ Schreiner forderte mehr Verlässlichkeit der Regierung. „Jeder Mitarbeiter sagt etwas anderes.“ Thuy ergänzte: „Ohne Fördermittel ist uns der Rock zu kurz.“ Der Gemeinderat beschloss, Angebote für eine Rahmenplanung einzuholen und dann einen Zuwendungsantrag bei der Regierung zu stellen.