Gemeinderat sagt Ja Wasser wird für Issigauer billiger

Sandra Hüttner

Der Gemeinderat beschließt eine Gebührensenkung. Beim Abwasser sind es 1,30 Euro weniger pro Kubikmeter.

Deutlich weniger müssen Issigauer fürs Wasser zahlen. Foto: picture alliance/dpa/Andrea Warnecke

Es muss nicht immer alles teurer werden, auch wenn es aktuell so scheint. Issigau zum Beispiel senkt die ab November die Gebühren für Abwasser und Wasser. Abwasser kostet künftig 3,95 Euro pro Kubikmeter und Wasser 2,05 Euro. Damit sparen die Bürger im Vergleich zu den bisherigen Gebühren 1,30 Euro beziehungsweise zehn Cent. Die neuen Preise gelten bis 2026. Verwaltungsleiter Uwe Jäger betonte, dass die Gebühren die Kosten decken müssten.

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Auch beschloss das Gremium die Beitragssätze neu. So gilt für die Geschossfläche Abwasser 2,66 Euro pro Quadratmeter (bisher 2,48 Euro), für die Grundstücksfläche Abwasser 1,30 Euro pro Quadratmeter (1,15), für die Geschossfläche Wasser 2,80 Euro pro Quadratmeter (1,12) und für die Grundstücksfläche Wasser 1,20 Euro pro Quadratmeter (0,36). Jäger erläuterte, dass die meisten Kommunen nach den tatsächlichen Geschossflächen die Sätze erheben, nur Issigau und Oberkotzau nach den maximal anzusetzenden Beiträgen. Auch merkte er an, dass die berechneten Werte in den Änderungssatzungen nicht eins zu eins übernommen werden sollten, sondern ein etwas höherer Betrag. „Sonst könnte mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Nachkalkulation für den nächsten Zeitraum wieder ein Defizit entstehen, was eine erneute Erhöhung der Gebühren zur Folge haben wird“, erläuterte Jäger. Die die „aktuell enorm gestiegenen Energiekosten seien noch nicht vollständig eingepreist“, sodass eine weitere Erhöhung des Defizits zu befürchten sei.

Dem Vorschlag schlossen sich die Räte an, um eine Kontinuität bei den Gebühren zu erreichen. Auf Nachfrage von Hermann Feulner (SPD) erläuterte Jäger, dass bei der Kalkulation 2018 einige der jetzt herangezogenen Werte und Berechnungsgrundlagen nicht vorlagen. Die Flächenbereinigung im Zuge der Dorferneuerung wie auch die weiter fortschreitenden digitalen Angebote verhülfen jedoch zu genaueren Berechnungen. Auch merkte Jäger an, dass im Abwasserbereich alle Anwesen mit einer Kleinkläranlage wie beispielsweise die Ortsteile Griesbach und Eichenstein nicht für die Berechnung der Abwassergebühren herangezogen werden. „Den Bürgerinnen und Bürgern entstehen keine finanziellen Nachteile. Es ging und geht nichts verloren, sondern wird gutgeschrieben“, versicherte er.