Erdmantel: Der Kern wird vom Erdmantel umgeben, der nach außen 2900 Kilometer mächtig ist. Dieser besteht aus festem Gestein aus magnesium- und eisenreichen Silikat-Mineralien mit einem hohen Anteil an Eisen und Magnesium.
Asthenosphäre: Der als Asthenosphäre bezeichnete obere Bereich des Erdmantels ist 1000 bis 1400 Grad Celsius heiß.
Lithosphäre: Über der Asthenosphäre befindet sich die Lithosphäre. Diese ist 100 bis 200 Kilometer mächtig und umfasst neben der obersten, festen Schicht des Erdmantels die Erdkruste – die feste, spröde Oberfläche der Erde.
Erdkruste: Die äußere Hülle des Erdkörpers wird von der relativ dünnen (5 bis 70 Kilometer) Erdkruste gebildet. Diese besteht ebenfalls vorwiegend aus Silikaten und Oxiden, jedoch mit geringerem Eisen- und Magnesium-Anteil sowie einem erhöhten Anteil an Aluminium und Elementen.
Was die Erde im Kern zusammenhält
Der innere Kern besteht aus Eisen und Nickel und ist von einer flüssigen Schicht umgeben. Gemeinsam erzeugen sie das Magnetfeld, das die Erde vor gefährlicher Strahlung schützt. Die Rotation des Kerns wird durch die Gravitationskräfte des Erdmantels und durch Wechselwirkungen mit dem Magnetfeld beeinflusst.
Die Forscher analysierten seismische Wellen von 1990 bis 2021, die durch Erdbeben auf der ganzen Welt verursacht wurden. Frühere Daten lassen vermuten, dass dieses Phänomen nicht neu ist, sondern etwa alle 70 Jahre auftritt.
Die Bewegung des inneren Erdkerns wirkt sich direkt auf das Magnetfeld aus, das uns vor Strahlung aus dem All schützt. Änderungen könnten seine Stärke und Struktur verändern – mit Folgen für Tierwanderungen, Satelliten und Kommunikation.Auch die Dynamik von Erdbeben und Vulkanen hängt von Wechselwirkungen zwischen Kern und Mantel ab.
Solche Effekte treten nicht abrupt auf, könnten aber die Geologie über Jahrzehnte hinweg verändern. Sogar die Länge eines Tages kann sich durch Kernschwankungen um Millisekunden verändern. Diese winzigen Abweichungen können langfristig Wetter- und Klimasysteme beeinflussen.