Rehau - Die letzten vier Jahre haben bei Gerhard Puchta tiefe Spuren hinterlassen. Gleich zwei schwere Diagnosen teilten ihm Ärzte 2017 mit. Vier Jahre später gilt der 64-Jährige zwar als geheilt, aber er ist nicht mehr derselbe wie vorher. Geblieben sind aber seine Ruhe, seine gelassene Ausstrahlung, seine Offenheit. Und so wendet er sich am Mittwochabend zum letzten Mal an den Stadtrat, den er im Mai auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung verlassen hatte. „Die Kondition ist nicht mehr die gleiche wie vorher, weder die körperliche noch die psychische“, sagte Puchta, nachdem ihn Bürgermeister Michael Abraham verabschiedet hatte. Ohnehin seien die langen Sitzungen mit der Maske gerade für ihn schwierig gewesen. „Man wird mich jetzt nicht mehr beim Joggen im Forst treffen oder gazellenartig beim Hobby-Fußball“, sagte er mit einem leisen Lächeln. Vier Enkel und sein Garten werden ihn aber dennoch sicher auf Trab halten. „Es war eine schöne und interessante Zeit, die ich nicht missen möchte“, sagte Puchta über seine 13 Jahre im Rehauer Stadtrat. Seinen nun ehemaligen Kollegen gab er noch mit auf den Weg: „Alles für die Stadt Rehau tun!“