Die Opfer lauschten der Live-Musik, zum Teil mit geschlossenen Augen. Einige nahmen eine Unruhe wahr, dann traf sie schon die Klinge. Im Strafprozess um den mutmaßlich islamistischen Terroranschlag von Solingen mit drei Toten hat der Angeklagte die Messerattacke gestanden. In einer Erklärung, die seine Verteidiger für ihn abgaben, räumte der Syrer Issa al H. (27) den Angriff ein, bei dem drei Menschen starben. „Ich habe schwere Schuld auf mich geladen. Drei Menschen sind durch meine Hand gestorben. (...) Ich bin bereit, das Urteil entgegenzunehmen.“ Weiter ließ er verlesen: „Ich habe Unschuldige getötet, keine Ungläubigen.“ Lediglich zum Tatvorwurf der IS-Mitgliedschaft schweige ihr Mandant, erklärten die Verteidiger. Der Strafprozess gegen den Syrer begann am Düsseldorfer Oberlandesgericht neun Monate nach der blutigen Messerattacke auf dem Solinger Stadtfest.