Geroldsgrün Helmut Oelschlegel ist jetzt Altbürgermeister

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Sein Nachfolger Stefan Münch überreicht ihm die Ernennungsurkunde. Damit würdigt die Gemeinde Oelschlegels große Verdienste während seiner 18-jährigen Amtszeit als Rathauschef.

Geroldsgrün - Nicht jeder ehemalige Rathauschef ist automatisch Altbürgermeister. Dafür ist ein Beschluss des jeweiligen Stadt- oder Gemeinderats notwendig. So hat der Geroldsgrüner Gemeinderat einstimmig beschlossen, Helmut Oelschlegel zum Altbürgermeister zu ernennen; und nun, in der jüngsten Sitzung, hat Bürgermeister Stefan Münch die Ernennung vollzogen. Sein Vorgänger Helmut Oelschlegel hatte nach 18 Jahren als Rathauschef im vergangenen Jahr nicht mehr für den Posten kandidiert.

Zudem war Oelschlegel Kreisrat und 18 Jahre lang Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Ölsnitz-Rodachtal. Er hat die Bürgermedaille erhalten und „mit Sachverstand, Engagement und Leidenschaft“ seine Ämter ausgeführt, wie Stefan Münch sagte. „In deiner Amtszeit als Bürgermeister hast du viele Projekte begleitet und vollzogen wie beispielsweise die Sanierung unserer Lothar-von-Faber-Grundschule und der Frankenwaldstraße, die Einweihung des Rathauses und des 12-Apostel-Weges, die Sanierung der alten Schule in Steinbach, die Anschaffung von Löschfahrzeugen für die Feuerwehren, die Verbesserung der Wasserversorgung und die Übernahme des Wiesenfestes durch die Gemeinde.“

Münch erinnerte auch an die Maßnahmen im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern. „Deine Heimat, der Frankenwald, lag und liegt dir sehr am Herzen.“ Oelschlegel werde nach mehr als einem Jahr Pause nun als Nachrücker wieder im Kreistag aktiv sein. Münch überreichte eine Urkunde „in Anerkennung und Würdigung der großen Verdienste als erster Bürgermeister der Gemeinde Geroldsgrün in der Zeit vom 1. Mai 2002 bis zum 30. April 2020“, einhergehend mit der Ernennung zum Altbürgermeister.

„Ich bin mir dieser Wertschätzung sehr wohl bewusst“, sagte Oelschlegel. Der Verantwortung für die Gemeinde habe er sich gerne und mit ganzer Kraft gewidmet. Der Altbürgermeister erinnerte an weitere Projekte wie die Breitbandversorgung und den Anschluss der Grundschule ans Glasfasernetz. „All dieses ist keine Einzelleistung, sondern ein gemeinsames Zusammenarbeiten mit allen Mitgliedern dieses Hauses – und dabei habe durchaus eingesehen, dass es manchmal Überzeugungsarbeit bedurfte, das ein oder andere umzusetzen, wie beispielsweise die Bürgerscheune.“ Anfangs sei nicht jeder von dem Konzept begeistert gewesen. „Für mich persönlich aber war es jahrelang ein Schandfleck, und ich bin froh, dass die Gemeinde den Grund erwerben und ein Konzept erstellen konnte.“

Oelschlegel überreichte dem Bürgermeister eine Spende für die Grundschule, verbunden mit dem Dank an Lehrer und Schüler für das Durchhalten während der Pandemiezeit. Eine Grundschule gehöre zur Grundversorgung, betonte er. „Mit der Sanierung des Schulhauses haben wir einen ersten Schritt zum Erhalt geleistet, und ich bin froh, dass die Schule weiterhin Bestand haben wird, wenn auch mit weitaus geringeren Schülerzahlen.“

Neben der Urkunde überreichte Bürgermeister Münch ein Präsent und Blumen für die Gattin.

 

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