Die bisherige Hundehaltungsverordnung von Geroldsgrün ist nach 20 Jahren abgelaufen; es galt daher, unter den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen eine neue zu erlassen. Verwaltungsleiter Daniel Hohberger erklärte dem Gemeinderat, dass die Gemeinde das freie Herumlaufen von Hunden durch Anleinpflicht einschränken könne. „Auch kann eine zulässige Höchstlänge der Leine und der räumliche Geltungsbereich festgelegt werden.“ Andererseits müsse das Bewegungsbedürfnis der Hunde berücksichtigt sein. „Diese Vorgabe ergibt sich aus dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und aus dem Tierschutzgesetz, das gegenüber der gemeindlichen Verordnung höherrangiges Recht darstellt und beachtet werden muss.“ Hohberger erklärte, dass somit nur großen Hunden und Kampfhunden zu bestimmten Zeiten und/oder an bestimmten Orten der freie Auslauf verboten werden könne. Zu „großen Hunden“ zählen Tiere ab einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern, also erwachsene Hunde etwa der Rassen Schäferhund, Boxer, Dobermann und Deutsche Dogge. „Eine Anleinpflicht von kleineren Hunden gilt aufgrund der geringeren Gefahrenlage in der Abwägung nicht als verhältnismäßig“, sagte Hohberger. Das Halten von Kampfhunden sei grundsätzlich verboten und nur ausnahmsweise unter engen Voraussetzungen erlaubt. Für Kampfhunde könne ein umfassender gemeindeweiter Leinenzwang angeordnet werden.