Geroldsgrün Projekt „Nachbarn für Nachbarn“ legt los

Im Büro der Nachbarschaftshilfe im Rathaus Geroldgrün: (von links) das KoBE-Team mit Heiner Wolf, Andrea Kießling und Simone Feulner, Adelheid Wagenführer aus Selbitz, Barbara Sell und Silke Höllrich vom Helferteam Geroldsgrün, Bürgermeister Stefan Münch und Landrat Oliver Bär. Foto: /Hüttner

Die Initiative ist im Rathaus eingezogen. Vorbild ist Selbitz.

Geroldsgrün/Selbitz - „Nachbarn für Nachbarn“ ist ein neues Angebot in Geroldsgrün, mit Hilfen im täglichen Leben, Veranstaltungen und generationsverbindenden Ideen. Unterstützt wird es durch das Koordinierungszentrum Bürgerliches Engagement (KoBE) des Landkreises Hof, ausgestattet ist es mit einem Helferstamm von derzeit zwölf Ehrenamtlichen. Nun wurde das Büro eröffnet; es befindet sich im Rathaus rechts von der Eingangstreppe und ist nahezu barrierefrei ist.

„Eine Rampe ist noch angedacht“, erklärte Bürgermeister Stefan Münch, der daran erinnerte, dass die Idee der Nachbarschaftshilfe bereits Mitte 2020 entstand. In einer Gemeinderatssitzung stellte das KoBE-Team mit Heiner Wolf, Simone Feulner und Andrea Kießling ihr erfolgreiches Projekt von Selbitz vor ; es folgte der Beschluss, so etwas auch in Geroldsgrün ins Leben zu rufen.

Während der Eröffnung meldeten sich sogleich zwei Jugendliche für die Taschengeldbörse bei Jonas Hornfeck. „Ich finde das eine super Idee“, sagte Jakob Menger; Jona Sell merkte an, es bereite Freude, wenn die Jüngeren die Älteren unterstützen. Bei der Taschengeldbörse helfen Jugendliche beispielsweise beim Einkaufen und können so ihre Finanzen aufbessern.

Die vielen Anfragen in Selbitz zeigten, „dass wir mit dem Projekt angekommen sind – und wir sind uns sicher, dass es hier in Geroldsgrün auch so sein wird“, sagte Heinrich Wolf als Kobe-Verantwortlicher am Landratsamt. Nachbarschaftshilfe könne das gesellschaftliche Leben im Ort bereichern. In Selbitz gab es bisher Aktionen wie Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier, Ostereier-bemalen, Plätzchenbacken und einen Handykurs. zusammen. „Auch hier in Geroldsgrün können solche Veranstaltungen angeboten werden; mit der Scheune im Grünen gibt es auch bald eine großartige Location“, betonte Wolf, der sich freute, dass von Anfang so viele Ehrenamtliche mitmachen wollen. Landrat Oliver Bär lobte: Das Ehrenamt in Stadt und Landkreis Hof und in Wunsiedel sei „höher als in der Region Oberfranken“. Nachbarschaftsprojekte könnten Senioren helfen, die Herausforderungen für ein längeren Wohnen in den eigenen vier Wänden zu meistern. Bär bat darum, dass sich ältere Menschen auch helfen lassen und sich melden. Pfarrer Daniel Graf freute sich, dass das Motto „Geroldsgrün hält zusammen“ praktiziert werde. Die Initiatorin der Selbitzer Nachbarschaftshilfe, Adelheid Wagenführer, wünschte viel Erfolg und ermutigte, dranzubleiben, wenn es mal nicht so gut läuft. Bürgermeister Stefan Münch unterstrich, die Nachbarschaftshilfe das solle das Wir-Gefühl in der Gemeinde stärken.

 

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