Das Gesundheitsministerium wollte eine Anfrage zur Gesamtzahl solcher Verfahren am Wochenende zunächst nicht beantworten. Kennedy Jr. nannte in dem Zusammenhang Strafverfolgungen in Deutschland "politisch motiviert", ohne Belege anzuführen. Aus seiner Sicht zu Unrecht entzogene Zulassungen für Ärzte sollten wiederhergestellt werden.
Einmischung aus den USA inzwischen keine Seltenheit mehr
Die Kritik aus den USA an deutscher und europäischer Politik hat sich unter der Regierung von Präsident Trump gehäuft. Dessen Vize JD Vance hielt Deutschland die Nichtbeachtung der Meinungsfreiheit und Ausgrenzung der AfD vor. Auch die Migrationspolitik wurde von US-Seite angegriffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte dazu gesagt, Deutschland brauche "keine Ermahnungen von außerhalb".
Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, sagte dem "Handelsblatt", Kennedys Vorwürfe seien "kein Zufall, sondern Teil eines politischen Kulturkampfs, den Teile der amerikanischen Rechten gezielt nach Europa exportieren".