Es macht den Eindruck eines blitzsauberen und wirkmächtigen Infrastruktur-Turbos: Viele Millionen Euro an Fördergeldern streut der Freistaat Bayern für den Ausbau des Breitbandnetzes über das Land aus. Das Gigabit-Programm beschert den Kommunen Highspeed-Internet für Privathaushalte und Unternehmen. Seit 2014 sind in den Ausbau 2,6 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln geflossen. Doch während das federführende bayerische Finanz- und Heimatministerium „das erfolgreichste Infrastruktur-Projekt der vergangenen Jahre“ mit 1450 beteiligten Gemeinden feiert, kommen die Leitungsverlegungen vielerorts ins Stocken. Bauausführende Firmen stellen von einem Tag auf den anderen ihre Arbeiten ein. Der Grund: unbezahlte Rechnungen.