„LebensArt“-Messe Bunte Vielfalt für Haus und Garten

Von Lisbeth Kaupenjohann

An diesem Wochenende dreht sich auf der „LebensArt“-Messe in den Hofer Saaleauen alles um das Thema Lifestyle. Es gibt viel Neues zu entdecken – vom Zirben-Kissen bis zum altenglischen Ledersessel.

Hof -  Auf die „LebensArt“-Messe freuen sich jedes Jahr   viele Menschen in Hof und der Region. Zum einen präsentieren sich die Saaleauen dann so bunt und abwechslungsreich wie nie, zum anderen bekommt man so manche Rarität. Der gute Besuch zur Eröffnung Freitagvormittag zeigt, dass gerade jetzt, in der Corona-Zeit, ein solches Angebot gern angenommen wird.

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Zu den ersten Gästen zählt Bürgermeisterin Angela Bier, Schirmherrin der Veranstaltung. „Hier findet jeder, was er braucht“, sagt sie und wird die Messe nicht ohne eine neue Gartenschere verlassen. „Hof setzt das Konzept unserer Veranstaltung gut um“, lobt Martin Schmidt, Geschäftsführer der Lübecker AgenturHaus, die „LebensArt“ veranstaltet. Rund 150 Veranstaltungen dieser Art finden jährlich in ganz Deutschland statt. „Erfreulicherweise hat das Geschäft trotz Corona nicht gelitten“, freut sich Schmidt. Leicht sei die Situation nicht für die Händler. So mancher habe während der Pandemie Personal und Einkommen verloren. „Wir sind dankbar, dass es in Hof heuer wieder geklappt hat.“ Auch Michael Göppel, Vertriebsleiter im HCS-Medienwerk, dem auch die Frankenpost angehört, ist zufrieden und freut sich über die gute Zusammenarbeit: „Diese Messe ist keine Eintagsfliege. Wir wollen gern etwas für die Händler tun.“ Auch in diesem Jahr hätten alle wieder viel Liebe und Herzblut investiert, um die Kunden zufriedenzustellen, versichert Anja Teschner, Regionalmanagerin der Frankenpost.

In Hof findet die „LebensArt“ heuer zum neunten Mal statt. Das Angebot ist reichhaltig wie gewohnt, die Mischung stimmt. Von den knapp 60 Ausstellern kommen einige aus der Region, mancher ist neu dabei. Am Sonntagabend wird sich zeigen, ob in Hof die Uhren genauso gehen wie andernorts: „Wir haben festgestellt, dass sich in diesen Zeiten besonders gut Sachen verkaufen, mit denen man es sich zu Hause schön machen kann“, berichtet Sabine Hill. Da lange der eine oder andere auch mal tiefer in die Tasche für einen Whirlpool oder wertige Gartenmöbel, ganz nach dem Motto: Man gönnt sich ja sonst nichts. „Uns ist wichtig, dass die Leute kommen, dass sie kaufen und unsere Händler zufrieden sind.“

Glücklicherweise bleibt der große Regen am Freitag aus. Nur selten müssen die Besucher den Regenschirm aus der immer schwerer werdenden Tasche holen. Das Angebot ist verführerisch: Hier eine südfranzösische Salami, dort die lange gesuchten Pflanzzwiebeln, die Keramikfigur, die sich auf der   Terrasse besonders gut machen wird … Und überall gibt es kleine Kostproben, ein Glas Wein wird kredenzt – gut für jene, die mit dem Bus gekommen sind. Wer lieber auf Koffein setzt, genießt „Kaffeekunzt“ aus Höchstädt am Stand der kleinsten Privatrösterei Deutschlands. Wie unterschiedlich Pfeffer aus Kambodscha schmecken kann, lässt man sich am besten vom Fachmann erklären – Kostprobe inbegriffen.

Ausruhen und stärken kann man sich im Gastronomiebereich. Da gibt es Tische und Bänke, an denen man die Bratwürste vom Hofer Imbiss-stand gleich nebenan genießen kann, oder den kleinen Bistro-Garten, wo Elsässer Flammkuchen lockt und gerade Hannes Wölfel aus Goldkronach die Gäste mit   Rockballaden zur Gitarre unterhält. Am Samstag wird Peter Geyer aus der Oberpfalz mit Country-Rock aufwarten, am Sonntag steht mit Gery Gerspitzer ein Lokalmatador vor dem Mikro.

Dass auch der Weg im unteren Bereich der Saaleauen gut begehbar ist, verdankt man dem Hofer Grünflächenamt und dem Bauhof. „30 Kubikmeter Hackschnitzel und zehn Tonnen Splitt sind ausgebracht worden, um die Wege zu verbessern“, berichtet Bürgermeisterin Bier. Aber auch während der Veranstaltung wird immer wieder nachgebessert. „Man kommt gut durch“, bestätigt eine Besucherin, die mit dem Rollator unterwegs ist. Brav hockt ein Hund vor dem Stand, an dem sein Herrchen sich gerade über artgerechtes, naturbelassenes Tierfutter informiert. Nicht weit davon lauschen Besucher einem Gespräch über Erdstrahlung und Biotechnik.

Natürlichkeit ist vielen lieb und teuer: Neu auf der „LebensArt“ sind zwei Anbieter mit Kleidung aus Alpakawolle sowie aus naturbelassener Baumwolle. Den Puls im Schlaf senken soll der Duft der Zirbenspäne im Kissen – ein Angebot aus Tirol. Mit Ledersesseln und anderen Landhausmöbeln im englischen Stil wirbt „Mister Evans“. Gleich zwei Fass-Saunen, die man   vor Ort mieten kann, sind zu besichtigen. Die „Traumschwinger“, handgeschlungen aus Baumwollkordeln, laden zum Relaxen ein. Gas geben kann dagegen, wer an einem BMW-Gewinnspiel teilnimmt. Auch die motorisierten Gartengeräte gleich nebenan arbeiten mit viel Power. Informieren kann man sich auch über Wohnmobile – sehr beliebt in diesen Zeiten.

Gern und schnell gekauft sind die vielen hübschen Kleinigkeiten: ein bisschen Schmuck, ein neuer Hut, die bunte Keramikreibe, Keramikgänse für den Gartenteich, Deko-Gegenstände aus Eisen  –  und immer wieder Blumen, Kräuter und Gemüsepflanzen, Mediterranes aus der Gärtnerei. Die Projektleiterinnen Eva Gehrke und Sabine Prothmann haben Wert gelegt auf ein buntes Ambiente. Sie arbeiten jetzt schon an der „LebensArt“ 2022.