Großeinsatz Granate in Hof gefunden

Viel Aufregung gab es im ruhigen Wohnviertel Krötenbruck am Sonntag, nachdem ein Anwohner eine Granate gefunden hat. Foto:  

Ein Anwohner entdeckt am Sonntag im Stadtteil Krötenbruck einen verdächtigen Gegenstand. Polizei und Sprengstoff-Kommando sind im Großeinsatz.

Hof - Die Hofer Wilhelm-Kohlhoff-Straße im Hofer Stadtteil Krötenbruck ist eine ruhige Stichstraße mit ein paar modernen Wohnhäusern. Viel Trubel passiert hier normalerweise nicht. Anders am heutigen Vormittag, als es mit der sonntäglichen Ruhe jäh vorbei, als ein Anwohner eine Granate gefunden hat. Die Hofer Polizei bestätigte entsprechende Informationen der Frankenpost.

Demnach entdeckte der Anwohner gegen 10.30 Uhr einen verdächtigen Gegenstand, der an einer Hecke lag, die zu einem Garten gehört. Der brisante Verdacht: Es könnte sich um eine Granate handeln. Sofort war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Beamten sperrten den Fundort in einem Radius von drei bis vier Metern ab. So weit hätte die Sprengkraft des Geschosses gereicht. Anwohner mussten aber ihre Wohnungen nicht verlassen.

Einige Anwohner, ein älteres Ehepaar und eine Frau, haben den Trubel von ihren Balkonen aus beobachtet, wie sie berichten. „Aber was da genau vor sich ging, wissen wir nicht. Wir hoffen, wir erfahren es aus der Frankenpost“, sagte die ältere Frau.

Experten vom Sprengstoff-Kommando aus München rückten an. Sie untersuchten das Geschoss näher. Dabei stellte sich heraus, dass die Granate echt war: eine Schrapnell-Granate „WK 2“, wie die Polizei mitteilt. Allerdings war die Granate nicht mehr scharf, es befand sich kein Sprengstoff oder Munition darin. Das fanden die Experten per Röntgenuntersuchung heraus.

Bemerkenswert: Für die Polizei ist der Fall nach eigenen Angaben vorerst abgeschlossen. Es liege keine strafrechtlich relevante Tat vor. Da die Granate nicht scharf war, gilt sie als Munitionsschrott; das Sprengstoff-Kommando nahm sie zur Entsorgung mit. Die Polizei wird dennoch ermitteln, wer die Granate in der Wilhelm-Kohlhoff-Straße abgelegt hat. Schließlich hat der- oder diejenige Polizei und Sprengstoff-Kommando auf Trab gehalten und muss den Großeinsatz bezahlen.

„Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Anwohner“, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Der Großeinsatz der Polizei ging gegen 14.45 Uhr zu Ende.

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