Großer Kongress Bayerns Ärzte tagen in Hof

Priorisierungen – etwa beim Impfen – werden ein Thema des Kongresses sein. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Hof wird drei Tage lang Schauplatz des 80. Bayerischen Ärztetages sein.

Hof - Die Hofer Freiheitshalle wird in der kommenden Woche drei Tage lang Schauplatz des 80. Bayerischen Ärztetages sein. 180 ärztliche Delegierte aus ganz Bayern werden von Freitag an aktuelle berufspolitische Themen erörtern und Weichen für die Zukunft stellen. Dies gilt besonders für die berufliche Ausbildung.

In Hof wollen die Delegierten die Neufassung der Weiterbildungsverordnung verabschieden. Sie regelt, auf welchem Wege Ärzte die Qualifikation zum Facharzt erwerben können – unter anderem die Voraussetzung für die Niederlassung.

Eröffnet wird der Ärztetag am Freitag, 15. Oktober, durch Gerald Quitterer, den Präsidenten der Bayerischen Landesärztekammer. Dazu wird auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek in Hof erwartet.

Gleich am Eröffnungsabend soll ein heißes Eisen angefasst werden: Der Bayreuther Professor Eckhard Nagel, Arzt, Theologe und einer der bekanntesten deutschen Medizinethiker spricht über das Thema der Priorisierung. Der breiten Öffentlichkeit begegnete dieses Thema zuletzt in der Corona-Pandemie, als offenbar wurde, dass wichtige medizinische Ressourcen wie Intensivbetten und später Impfstoff zeitweilig oder auf Dauer nicht für alle Patienten zur Verfügung standen. Nagel will darlegen, dass Priorisierung als Umgang mit knappen Möglichkeiten nicht nur eine Begleiterscheinung von Krisen ist, sondern eine Aufgabe, die von Ärzten ständig gefordert werde. dan

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