Gründerprofis berichten Wichtig ist das richtige Netzwerk

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung. Foto: picture alliance/dpa/Annette Riedl

In einem Livestream berichten Profis der Szene über ihre Erfahrungen. Etwa 100 Jugendliche sind dabei.

Rehau - Bekannte Vertreter aus der Startup-Szene haben bei einem Livestream von „Startup Teens“ über ihre Erfahrungen berichtet; moderiert wurde die Online-Veranstaltung von Lamilux-Geschäftsführerin Johanna Strunz (Rehau). Was genau ist ein Netzwerk? Was bringt es mir? Wann sollte ich beginnen, mein Netzwerk aufzubauen? Antworten auf diese Fragen gaben Dorothee Bär (Staatsministerin für Digitalisierung), Laura Tönnies („Corrux“), Daniel Krauss („FlixBus”), Tobias Herberhold („SkinBaron“) und Nico Schork (“simpleclub“). Etwa 100 Jugendliche nahmen am ersten Event dieser Art in Hochfranken teil. Damit haben die Netzwerke Schule-Wirtschaft Hof und Wunsiedel den Startschuss für ein Pilotprojekt gegeben. Bisher hatte die Nonprofit-Organisation Startup Teens ihre Angebote für Schülerinnen und Schüler hauptsächlich virtuell zur Verfügung gestellt. In Hof wird das Projekt jetzt erstmalig im ländlichen Raum auch in Präsenz umgesetzt. Gefördert wird dies unter anderem vom bayerischen Wirtschaftsministerium.

Beim Livestream ging es nicht nur um Gründungen, sondern auch darum, wie Netzwerken grundsätzlich funktioniert und wie man es für seine berufliche und persönliche Entwicklung nutzen kann. Jeder sollte sein individuelles Netzwerk aufbauen, das zu den eigenen Zielen und Visionen passt. Während Laura Tönnies, Founder von Corrux, bereits mit zwölf Jahren begonnen hat, ein Netzwerk für die Zukunft aufzubauen, hat Nico Schork von simpleclub seinen Partner für das Startup unter seinen Klassenkameraden gefunden. Auch Tobias Herberhold vom Hofer Startup SkinBaron empfiehlt Individualität: „Immer schauen, wo ich die richtigen Leute finde. 1000 Kontakte auf LinkedIn zu haben bringt nichts, wenn ,meine’ Leute ganz woanders unterwegs sind.“ Daniel Krauss von Flixbus ergänzt, ein Netzwerk sei nur dann gewinnbringend, wenn es auch aktiv ist. Je größer man es baut, desto mehr Aufwand muss hineinstecken: Teilnahme an Treffen, Beantworten von Nachrichten und Pflege der Telefonaten gehören zum Alltag. Dorothee Bär ermutigt die Jugendlichen, aktiv zu werden, auch wenn sie sonst eher zurückhaltend sind: „Es braucht nicht nur Rampensäue. Nur wer sich traut, andere anzusprechen, wird ein erfolgreiches Netzwerk aufbauen können.“

Der Livestream seht auf dem Youtube-Channel von Startup Teens. Alle Schüler können sich über die Webseite „Schulewirtschaft Hof“ für dieses Netzwerk anmelden. red

 

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