Gymnasium Münchberg Besondere Erlebnisse im Lichterglanz

Helmut Engel

Die Schülerinnen und Schüler erfreuen mit ihrem Weihnachtskonzert gut 500 Besucher in der Stadtkirche. Auch die Auftritte mit den ukrainischen Schülern erzeugen Gänsehautgefühl.

Eine wundervolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest haben die Chöre, die Musikgruppen und das Orchester des Münchberger Gymnasiums mehr als 500 Besuchern in der Stadtkirche „Peter und Paul“ bereitet: Das traditionelle Weihnachtskonzert konnte nach zweijähriger Coronapause endlich wieder stattfinden.

Schon der Konzertauftakt war etwas Besonderes und bereitete Gänsehautgefühl. Zu „L´etoile de Noel de M. Satie – Der Weihnachtsstern des Herrn Satie“ nach einer Bearbeitung von Gerd Koppitz, gespielt durch das Orchester und die Instrumentalgruppe, bewegte sich eine Lichterprozession aus deutschen und ukrainischen Schülern gemessenen Schrittes durch die Kirche.

Der Chor unter der Leitung von Ludger Arens sang neben vielen weiteren berührenden Beiträgen „Puer natus est Nobis“ von Sethus Calvisius, der vor etwa 400 Jahren in Leipzig als Kantor wirkte. Ein Höhepunkt war zweifelsohne das Gesangsduett Maia Stelzer und Nora Kadhus. Ihre zarten Stimmen beglückten die Zuhörer beim beschwingten „Engel, Gottes Kinder“. Zum ersten Mal dabei war die Boomwhacker-Gruppe unter der Leitung von Nicole Koch-Rambau: „Twinkle Twinkle Little Star“ ist eines der bekanntesten englischen Wiegenlieder. Dem folgte der Chor der 5. Klassen mit „Als ich bei meinen Schafen wacht“. Dem Gitarrenchor des Kreismusikschule unter der Leitung von Jens Gottlöber hatte es ebenfalls „Jingle Bells“ angetan. Sehr bemerkenswert Maurice Ravels „Pavane de la belle au bois dormant“, eine Fantasie zum Märchen Dornröschen, das der Komponist für die Kinder einer befreundeten Familie geschrieben hatte: Hier beeindruckte erneut das Orchester. Viel Beifall erhielten auch Yamina Penno und Sina Zuber (Violine) und Christian Strecker (Klavier) für Bartholdys „Auf Flügeln des Gesangs“.

Gerd Koppitz dankte allen Mitwirkenden sowie Rosi Böhne, Heike Eul, Janny Hahne und der ukrainischen Lehrerin Antonina Heivakh für die Einstudierung der Lichterprozession; der Schulleiter hob die Kooperation mit der Kreismusikschule hervor.

Der Chor und die ukrainische Klasse sangen zusammen das Weihnachtslied „Carol oft the Bells“ des ukrainischen Komponisten Mykola Leontovych – zweisprachig. Es basiert auf dem ukrainischen Volkslied „Shchedryk“. So endete der musikalische Abend, wie er begonnen hatte, mit Gänsehautgefühl. Und mit frenetischem Applaus.

 

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