Handball-Landesliga Großer Kampf bleibt ohne Lohn

Die HSV Hochfranken muss sich in der Handball-Landesliga dem ASV Cham geschlagen geben. Der Bayernligaabsteiger nutzt die kurzen Schwächephasen des Becker-Teams eiskalt aus.

Nach zwei Siegen zum Start in die Landesligasaison setzte es für die HSV Hochfranken am Samstag die erste Niederlage. Der Neuling unterlag in der mit 350 Zuschauer erneut gut gefüllten und stimmungsvollen Rehauer Halle dem Bayernligaabsteiger ASV Cham nach großem Kampf mit 28:36 (16:17).

Die verletzungsbedingt geschwächten Gastgeber starteten schwungvoll und selbstbewusst. Durch zwei gut herausgespielte Würfe von Linksaußen brachte Jan Scherdel die HSV mit 2:0 in Führung. Die Gäste, gespickt mit einigen tschechischen Ausnahmekönnern, zeigten sich davon aber nicht beeindruckt und glichen zum 3:3 (6.) aus. In den ersten 15 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel mit viel Tempo. Danach folgte die erste kleine Schwächephase der Hausherren, was die routinierten Chamer eiskalt ausnutzten, um mit vier Toren davonzuziehen. Wie schon in den ersten beiden Spielen zeigten die Handballer aus Selb, Schönwald und Rehau wieder unbändigen Kampfgeist und glichen kurz vor der Halbzeit aus. In letzter Sekunde gelang den Gästen aber der erneute Führungstreffer.

HSV wirft alles in Waagschale

Die HSV startete mit einigen Fehlwürfen in Hälfte zwei – und Cham setzte sich erneut auf vier Tore ab. Der Gastgeber gab sich aber noch lange nicht geschlagen, gab kämpferisch alles, aber der Vier-Tore-Rückstand blieb bis zur 52. Minute konstant. Dann warfen die Becker-Schützlinge alles in die Waagschale und stellten auf eine offensive Abwehrvariante um, um Bälle gewinnen zu können. Der ASV Cham ließ sich auch davon nicht beirren und nutzte die größeren Räume, um die Partie zu entscheiden. Selbst ein perfekt aufgelegter Jonas Dirr, der mit elf Toren nicht zu stoppen war, konnte die erste Saisonniederlage für die HSV Hochfranken nicht mehr abwenden.

Das Endresultat fiel allerdings etwas höher aus, als es das umkämpfte Spiel hergab. Die nötigen Punkte für den Klassenerhalt müssen die Hochfranken wohl eher gegen andere Teams holen – wie schon am kommenden Samstag beim Mitaufsteiger TV Marktsteft.

HSV Hochfranken: Gündüz, Friedel, Michanek; Scherdel (3), Krauß (1), Wiedel (1), Ziesmann, Schejbal, Meinel (8/5), Bartos, Geyer (2), Dirr (11), Schörner, Wolf (2).

Schiedsrichter: Balzer/Schreiner leiteten streng und konsequent. – Zuschauer: 350. – Zeitstrafen: HSV 7, ASV 7. – Siebenmeter: 5/7 – 2/2. – Spielverlauf: 2:0, 3:3, 6:7, 9:10, 10:14, 16:16, 16:17 (HZ), 18:20,18:23, 22:26, 25:29, 28:36.

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