Handball-Landesliga SG-Nachwuchs setzt Akzente

Jugendliche verstärken die Damen der SG Helmbrechts/Münchberg beim 36:27 gegen Estenfeld auf Anhieb.

Trainer Christopher Seel, der nach Krankheit wieder zurück war und zusammen mit Co-Trainer Florian Bär die Verantwortung auf der Bank übernahm, war unmittelbar nach Abpfiff der Partie „mit diesem Heimsieg unglaublich zufrieden. Gerade dann, wenn man die Umstände betrachtet und weiß, dass ein Großteil der Mannschaft durch alte Blessuren angeschlagen in diese Partie ging.“ Um den Kader an die Sollstärke heranzubringen, wurden mit Sara Sujak und Eva Matus auch zwei Jugendliche eingesetzt, die bereits um 13 Uhr ihr Landesligaspiel in Vöhringen (312 Kilometer einfach!!) absolviert hatten und trotzdem wieder rechtzeitig daheim waren.

Hempfling trifft neun Mal

So mussten es die richten, die aufliefen und auch prompt das Zepter sofort in die Hand nahmen. Obwohl, zwischenzeitlich schon fast traditionell, Carina Hempfling den ersten Strafwurf nicht im gegnerischen Gehäuse unterbrachte, war sie am Ende mit neun Treffern, davon vier Strafwürfe, trotzdem wieder beste SG-Werferin. Die ersten Treffer in dieser Partie blieben allerdings Sophia Knoll, Emma Roßner und Christina Neeser vorbehalten. Es entwickelte sich fortan eine ausgeglichene Begegnung, in der die Gäste gleich mehrmals ihre Landesligatauglichkeit unter Beweis stellten. Emilia Reinel ging als Torschützin vom Dienst in einer ausgeglichen besetzten Truppe voran. Freilich setzte sich ab Mitte der ersten Halbzeit die geschlossenere Teamleistung der Gastgeberinnen immer mehr durch. In der Folge sahen sich die Unterfranken in der Rolle der Verfolgerinnen und dabei bei 14:8 SG-Führung schon deutlich auf Distanz.

Trotzdem spiegelte sich die wahre Stärke der Gäste aus dem Würzburger Raum im Ergebnis nicht richtig wider. Da war zahlenmäßig durchaus mehr drin. „Wir haben aber einfach nur richtig stark verteidigt“, so Trainer Seel. Bei der 17:13-Pausenführung lag noch alles offen, doch der Trend in Richtung Heimsieg zeichnete sich deutlich ab. Die SG-Mädels trafen immer regelmäßiger, weil viele Bälle hinten erobert wurden. Ballgewinn, schnell nach vorne und dann getroffen. Und das in Anbetracht der noch wesentlich zahlreicher vorhandenen Chancen selbst bei 37 erzielten Treffern eigentlich noch nicht in ausreichender Anzahl. Zwar wurde auf die 40-Tore-Marke geschielt, aber aufgrund der einen oder anderen Fahrlässigkeit dann diese doch nicht erreicht.

100 Prozent Treffer bei Premiere

Trotzdem Grund genug für Lob und Sonderlob von ihm und seinem Co Florian Bär, vor allem für die beiden jungen Außenspielerinnen Lena Popp und Sara Sujak: „Es ist schön zu wissen, dass hinter den erfahrenen Kräften und Leistungsträgerinnen wie Lisa Jakob und Denise Bär Spielerinnen heranreifen, die die Außenpositionen nahtlos ersetzen können.“ Für die erst 17-jährige Sara Sujak war es der erste offizielle Einsatz im Damenteam und dies mit einer hundertprozentigen Trefferquote, denn alle vier Versuche landeten im Gästegehäuse.

In der Schlussphase behielten die Gastgeberinnen die Kontrolle und streuten noch das eine oder andere Schmankerl ein. Am Ende stand der klare Heimerfolg, mit dem sie weiterhin mit nur einer Niederlage die wenigsten Minuspunkte in der Tabelle aufweisen, wo sie sich inzwischen auf Rang drei vorgearbeitet haben. Nächste Woche geht es nach Pfaffenhofen zu einer Mannschaft, die ein ausgeglichenes Punktekonto aufweist.

SG Helmbrechts/Münchberg – TSG Estenfeld 36:27.

SG Helmbrechts/Münchberg: Brugger, Baumgärtel – Hüller (1), Hempfling (9/4), Kieser, Sujak (4), Bär (4/2), Matus, Popp (5), Sophia Knoll (4), Jakob (4), Roßner (3), Schaber, Neeser (2).

Schiedsrichter: Ebeling (Kernfranken); Ertel (Stadeln). – Zuschauer: 140. – Zeitstrafen: SG 4, TSG 8. – Siebenmeter: je 10/6. – Spielfilm: 2:1, 3:3, 5:3, 8:5, 10:8, 14:8, 14:11, 17:13 (Halbzeit); 20:13, 23:15, 25:19, 30:20, 31:24, 34:24, 36:27.

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