Handball-Landesliga SG-Note: unzureichend

Die Handballer der SG Helmbrechts/Münchberg kassierten eine deutliche Auswärtsniederlage in Cham. Foto: IMAGO/Lobeca

Einen schwarzen Tag erleben die Landesliga-Handballer aus Helmbrechts und Münchberg. Beim ASV Cham kassieren sie eine 22:38-Pleite – und die ist sogar in der Höhe verdient.

Die Spielgemeinschaft aus Helmbrechts und Münchberg fuhr mit der Erinnerung an die Vorrundenbegegnung (26:22-Sieg) und der Hoffnung nach Cham, dass sie auch dort mit einem couragiertem Auftritt etwas holen könne. Der ASV seinerseits wollte sich unbedingt für die damalige Auftaktpleite in der Handball-Landesliga revanchieren. So kam es letztlich auch. Die 22:38-Niederlage zeichnete sich schon bei den deutlichen Rückständen von 3:8 und 7:12 ab.

Die Gastgeber wollten den Sieg und setzten deshalb auch vermehrt auf ihre Stammsechs, die nicht nur einen überragenden Auftritt ablieferte, sondern am Ende auch 36 der insgesamt 38 Chamer Tore erzielte. Und Tore erzielen – das stand an diesem Tag nicht an erster Stelle der SG-Agenda. Die Gäste glänzten diesmal nicht mit bekannten Stärken, sondern offenbarten Schwächen, wie sie in der Anzahl eigentlich nicht zum Tagesgeschäft der Frankenwald-Handballer gehören. „Ohne Zugriff in der Abwehr und mit einer miserablen Chancenverwertung im Angriff war in Cham absolut nichts zu gewinnen“, sagte SG-Trainer Christian Seiferth.

Viele liegen gelassene Würfe, vor allem auf den Außenpositionen, brachten die Hausherren immer wieder in Ballbesitz. Damit verbunden waren auch schnelle Konter und die einfachsten Tore, die es im Handball überhaupt zu erzielten gibt. Es war eine regelrechte Verkettung an Fehlern, die die Seiferth-Schützlinge nicht zählbar am Spiel teilnehmen ließ. Die Gastgeber nutzten die Gunst der Stunde und spielten sich phasenweise in einen Rausch – und wurden dabei von der SG-Abwehr unterstützt, die oft durch halbherziges Agieren viele Wünsche offen ließ. Eigentlich war nur wenig von dem vorhanden, was den Gästen zuletzt zum kleinen Lauf von drei Siegen am Stück verholfen hatte.

Da wollten auch die Angreifer nicht nachstehen. Am Ende lediglich 22 erzielte Treffer sind für SG-Verhältnisse eher untypisch und vor allem für Landesligaverhältnisse unzureichend. Die Gastgeber packten ihrerseits die Gelegenheit beim Schopfe, ließen nie locker und steuerten einen Kantersieg entgegen.

Am Ende war der Sieg sogar in der Höhe verdient, weil Cham einfach einen Sahnetag erwischte. Wenn es auf SG-Seite diesmal überhaupt etwas Positives hervorzuheben gibt, dann die Tatsache, dass Johannes Reif nicht nur als achtfacher Torschütze glänzte. Er deutete in seiner Spielweise gleich mehrmals an, dass er Perspektiven in Richtung Spielgestalter und Vollstrecker aufweist.

SG: Hurt, Behrens – Kalas (1), Panzer, Aust (4/4), Kritzenthaler (5), Reif (8), Bär, Merz, Lad (1), Roßner (2), Pritschet (1), Peetz.

Schiedsrichter: Frisch/Nagel (Puschendorf). – Zuschauer: 200. – Zeitstrafen: 6; 1. – Siebenmeter: 5/5; 4/4. – Spielfilm: 0:1, 4:1, 8:3, 9:6, 12:7, 15:8, 18:9, 19:13 (Pause); 22:13, 25:14, 28:15, 31:17, 33:19, 36:21, 38:22.

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