Handball Landesliga SG unterliegt im Topspiel

Im dritten Saisonspiel wird die SG Helmbrechts/Münchberg als Spitzenreiter der Handball Landesliga Nord gestürzt. Gegen den HC Erlangen drei gibt es mit 24:27 die erste Saisonniederlage.

Die Landesliga-Handballer der SG Helmbrechts/Münchberg kassieren auf der eigenen Platte die erste Niederlage der Saison. Im Topspiel Erster gegen Dritter unterliegen die Gastgeber der dritten Vertretung von Bundesligist HC Erlangen mit 24:27 und müssen die Tabellenführung an die weiterhin verlustpunktfreien Mittelfranken abgeben und rangieren jetzt auf Platz drei.

Schon früh war erkennbar, dass die Gastgeber diesmal in den eigenen Reihen mit ihren sonstigen Pfunden nicht wuchern konnten. Dabei agierten die Torhüter Hurt und Behrens solide. Jedoch zum Matchwinner wurde im zweiten Abschnitt Gästekeeper Hannes Winicki, der mit einer Serie von überragenden Paraden dafür sorgte, dass aus dem 16:16 ein 16:21 wurde. Dadurch beflügelt, ließ sich Erlangen III die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mehr oder weniger unfreiwillig trugen die Gastgeber ihren Teil dazu bei. Sie lieferten mit einer Reihe von eigenen Unzulänglichkeiten den Gästeerfolg quasi auf dem Silbertablett und diese wiederum ließen sich nicht zweimal bitten.

In den Reihen der Frankenwäldler klappte erstmals in dieser Saison vieles nicht wie am Schnürchen. Die leichten Erkrankungen und Blessuren bei den Hausherren berücksichtigt, war die Fehlerquote trotzdem zu hoch. Vor allem zahlreiche Fehlpässe ins Niemandsland der Halle gaben immer wieder Grund zum Nachdenken. Dann fehlte die Dynamik bei den Jungen im Team, die in den zurückliegenden Partien schon fast nach Belieben getroffen hatten und da auch immer maßgeblich am Erfolg beteiligt waren. Doch bei den meisten fehlte an diesem Tag die Treffsicherheit. Für nahezu die Hälfte der Tore zeichneten sich Dominik Aust durch sicher verwandelte Strafwürfe und der elanvolle und durchschlagskräftige Jakob Pritschet verantwortlich, wobei Letztgenannter als Einziger Normalform abrief.

Der Start ins Spiel lief bei beiden Teams nervös, ein Stück weit auch unkonzentriert und in der Chancenverwertung halbherzig. Hüben wie drüben wurde einiges liegen gelassen. In der Frühphase der Begegnung mussten sich die Torhüter auch nicht maßgeblich ins Spiel einbringen. Trotz der Defizite auf beiden Seiten war der offene Schlagabtausch für die Zuschauer jederzeit interessant und spannend. Die Spannung aber hätten die Gastgeber mehrmals herausnehmen können. Weder den 4:7-Rückstand nach elf Minuten, noch den 12:12-Pausenstand hätte es gebraucht, denn nicht nur beim 10:8 boten sich die Möglichkeiten das eine oder andere Tor mehr zu erzielen. In diesen Phasen war aber mehrmals ersichtlich, dass dieses Aufeinandertreffen am Ende zu einem gebrauchten Tag für das Heimteam werden sollte. Die Schützlinge von Trainer Christian Seiferth verstanden es einfach nicht, ihr Potenzial an diesem Tag auf die Platte zu bringen. Zu viel Stückwerk reichte nicht, clevere Gäste in die Schranken zu weisen.

Erlangen III war trotz des jungen Durchschnittsalters schon erfahren genug, um zu wissen, wie ein deutlicher Vorsprung nach Hause geschaukelt werden muss, ließ die Uhr runterlaufen, auch dann, wenn die eigene Führung dabei schmolz. Mitentscheidend für die Niederlage war auch, dass es den Hausherren zu keinem Zeitpunkt gelang, die Kreise von Lukas Sauter einzuengen. Er war nicht nur überragender Strippenzieher, sondern mit acht Treffern auch noch erfolgreichster Gästewerfer. Er, sowie Paul Poser, der sichere Siebenmeterschütze, der elanvolle Linksaußen Marc Kokott und Torwart Hannes Winicki waren die Garanten für den Erlanger Erfolg, mit dem die Gäste ihre weiße Weste behaupteten.

SG Trainer Christian Seiferth brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Uns wurden ganz klar die Grenzen aufgezeigt. Jetzt gilt es den Kopf oben zu behalten und uns auf die nächste Aufgabe vorzubereiten.“

SG Helmbrechts/Münchberg: Behrens, Hurt – Kalas (1), Panzer, Aust (5/5), Kritzenthaler (3), Reif (2), Mayer (1), Merz (1), Lad (2), Troßmann, Roßner (3), Pritschet (6), Peetz.

Schiedsrichter: Förster (Rödelsee), Ludwig (Michelfeld) – Zuschauer: 270.

Zeitstrafen: 6; 5.

Siebenmeter: 5/5; 7/7.

Spielfilm: 1:2, 2:4, 4:7, 8:7, 10:8, 12:12 (HZ); 14:15, 16:16, 16:21, 18:24, 21:27, 24:27.

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