Handball Mit „Jetzt-erst-recht-Mentalität“

Marcus Kropf
Stephanie Ulrich konnte sich mehrfach auszeichnen. Foto: /Katharina Hübner

Die Handballerinnen der HSV Hochfranken holen in der Bezirksoberliga einen ganz wichtigen Sieg. Beim TV Marktleugast drehen die Damen aus Rehau und Selb einen Rückstand noch zum 22:20-Erfolg.

Die Handballerinnen der HSV Hochfranken feiern im Abstiegskampf der Bezirksoberliga am Samstagabend in Marktleugast einen ganz wichtigen 22:20-Auswärtssieg. Durch Corona und Verletzungen gehandicapt soll es die „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ richten. Und mit Anja Fleischer und Marina Fiederer wirken auch zwei neue Spielerinnen an einem möglichst guten Saisonausklang mit.

Dass die Halle in Markleugast ein gutes Pflaster für die Damen der HSV ist, wurde in den letzten Jahren mehrfach bewiesen. Zu Beginn war das Spiel offen und die Gäste konnten in der zwölften Minute mit einem Tor in Führung gehen. Es folgte ein kleinerer Einbruch, da die Abläufe aufgrund der häufigen Wechsel in der Aufstellung nicht passen konnten. Die Gastgeberinnen setzten sich auf drei Tore ab, doch die HSV-Damen ließen sich nicht verunsichern. Ein ums andere Mal suchte Marina Fiederer die Lücken in der Abwehr und setzte ihre Nebenspielerinnen geschickt ein, was zum Halbzeitstand von 9:9 führte.

Allerdings folgte nach Wiederanpfiff ein weiterer Einbruch im Spiel der Gäste. Binnen vier Minuten zog Marktleugast auf fünf Tore davon, weil die HSV mit übereilten Abschlüssen und einer schlechten Rückwärtsbewegung auftrat. Doch erneut strafften sich die Mädels aus Rehau und Selb, spielten wieder disziplinierter, die Abwehr verteidigte konsequent und Torhüterin Stephanie Ulrich konnte sich mehrfach auszeichnen. Der Rückstand wurde bis zur 44. Minute auf zwei Tore reduziert und in der 48. Minute gelang Marina Fiederer per Doppelschlag sogar die Führung für ihr Team.

Die Gastgeberinnen nahmen nun ihre Auszeit, um sich neu zu sortieren und gaben damit den Damen der HSV eine längst überfällige Erholungspause, die auch ihre Wirkung zeigte. Ein erneuter Ballgewinn nach Fehlwurf der Gastgeberinnen führte zur Zwei-Tore-Führung durch Alisa Gutsch acht Minuten vor Schluss. Doch Ruhe kam weiterhin nicht auf, ein vergebener Strafwurf und einige technische Fehler im Angriff hätten zu Gegentoren führen können, doch die Abwehr und die Torhüterin verhinderten Gegentreffer der Gastgeberinnen.

Vier Minuten vor Schluss konnten die Damen der HSV in ihrer Auszeit nochmals Kraft sammeln, um die Punkte sichern zu können. Wilde Angriffe des TV Markleugast wurden nun abgewehrt, ohne jedoch selbst im Anschluss zum Torerfolg zu kommen. Alisa Gutsch war es schließlich vorbehalten den Deckel auf die Partie zu machen. Kurz vor Schluss netzte sie zum 20:22 Endstand ein, der mit riesigem Jubel der HSV-Damen gefeiert wurde, die sich endlich wieder belohnen und die lange Leidenszeit vergessen machen konnten. Jetzt heißt es weitermachen und die Saison zu Ende zu spielen, um dann wieder neu angreifen zu können.

HSV Hochfranken: Ulrich – Fiederer (5), Ploss (6/3), Schiller (5/2), Gutsch (3), Rausch, Herrmann (1), Fleischer, Markert (2).

Schiedsrichter: Kalina (Bayreuth) – Zeitstrafen: TV: 1, HSV: 0.– Spielverlauf: 3:3, 4:5, 8:5, 9:9 (Halbzeit), 14:9, 16:11, 18:16, 18:18, 20:22. MK

 

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