Handwerk Kulmbacher Gesellen beweisen ihr Können

Anstrengung verdient Anstrengung. Unter diesem Motto hat die Handwerkskammer für Oberfranken ihren Nachwuchs geehrt. Sechs junge Kulmbacher holen sich den Kammersieg – drei von ihnen obendrein eine „Silbermedaille“.

Die Kammersieger aus dem Landkreis Kulmbach: Felix Aßmann, Ferdinand Zaigler und Tom Philipp (Mitte, von links). Auf dem Bild fehlen: Julian Greim, Chris Ruppert und Johanna Hahn. Foto: /Frank Wunderatsch

Die Handwerkskammer für Oberfranken hat zum Abschluss der Deutschen Meisterschaft im Handwerk ihre 46 Kammersieger gefeiert. Mit dabei: Sechs junge Handwerker aus Kulmbach (siehe Infokasten). „Damit wollen wir unseren ausgezeichneten Gesellen unsere absolute Wertschätzung vermitteln“, betont der Präsident der HWK, Matthias Graßmann, im Festsaal der Freiheitshalle in Hof.

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„Es geht um Ihre Leistung, um Ihr Können, um Ihr Engagement und auch um Ihre Persönlichkeiten, die sie zu Vorbildern macht.“ Rund 160 Gäste, festlich gedeckte Tische, stimmungsvoller Rahmen – die Abschlussfeier der Deutschen Meisterschaft im Handwerk gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen der Handwerkskammer. „Wir wollen durch den würdigen Rahmen nicht nur der Öffentlichkeit die Bedeutung des Handwerks vermitteln.

Sondern ein Stück weit auch unseren Gesellen und den Betrieben selbst. Denn oft machen diese sich selbst nicht bewusst, was sie beim Wettbewerb und auch in ihrer täglichen Arbeit tatsächlich leisten“, sagt Reinhard Bauer, Hauptgeschäftsführer der HWK, der gemeinsam mit HWK-Präsident Graßmann jede Siegerin und jeden Sieger persönlich auszeichnete.

Besonders gewürdigt wurden die neun Landessieger und die zwei Bundessieger Johannes Hartmann (Brauer und Mälzer) und Kilian Merter (Ofen- und Luftheizungsbauer), für die Ehrengäste aus dem Handwerk jeweils eine Laudatio vortrugen. Die Gäste der Kammersiegerfeier lernten zudem die beiden besten deutschen Gesellen des Prüfungsjahrgangs 2024 in ihren Gewerken auch durch Video-Porträts kennen. Alle Besten, die auf Landesebene mindestens den dritten Platz geschafft haben, haben zudem die Möglichkeit auf ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB), heißt es von der Handwerkskammer.

Bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk (DMH) – „German Craft Skills“ messen sich jedes Jahr die Absolventen aus rund 120 verschiedenen handwerklichen Ausbildungsberufen. Start ist immer auf Kammerebene, ehe dann die jeweiligen Siegerinnen und Sieger der Regierungsbezirke um den Landestitel und am Ende die jeweiligen Landesbesten um die Bundestitel wetteifern. Der Wettbewerb besteht bereits seit 1951 und stellt die Qualität der Ausbildung im Handwerk sowie des dualen Ausbildungssystems in Deutschland heraus.