Harry-Krippner-Kunstpreis Sonderausstellung als Lohn

Sehr unterschiedlich sind die Motive, die Tatjana Anisimov für die Ausstellung an einer Stellwand hinter der Eingangstür zur Galerie der Harry-Krippner-Stiftung am Schachtweg in Arzberg gezeichnet hat. Foto: /pr.

Weil Tatjana Anisimov zu jung ist, darf sie sich noch nicht am Wettbewerb für den Jugendkunstpreis beteiligen. Adolf Krippner überrascht sie mit einer Schau hinter Glas.

Arzberg - Wenn sie alt genug ist, in zwei Jahren also, dann will sich Tatjana Anisimov am Wettbewerb um den Harry-Krippner-Jugend-Kunstpreis beteiligen. Im Moment ist die Grundschülerin nach den Statuten noch zu jung für eine Teilnahme. Denn sie ist erst zehn Jahre alt und besucht die vierte Klasse in Arzberg. „Tatjana ist im Zeichnen sehr begabt und hat ihr Interesse bekundet, beim Wettbewerb mitzumachen“, sagt Adolf Krippner, der den Preis über seine Stiftung auslobt. Benannt ist der Preis nach Krippners Sohn Harry, der 1993 verstorben ist und zu Lebzeiten künstlerisch tätig war.

Schon jetzt hat die Schülerin nach eigenen Ideen viele Zeichnungen angefertigt und eine Mappe angelegt. „Als Zeichen für eine Belobigung“ hat Adolf Krippner Tatjana nun mit einer kleinen Sonderausstellung ihrer Arbeiten überrascht. „Das ist allerdings coronabedingt nur an einer Stellwand im Eingangsbereich der Galerie am Schachtweg möglich“, sagt Krippner. Die Bilder sind durch die Glastür von außen zu sehen.

Anregung für junge Künstler

Adolf Krippner, der mit seiner Frau im Arzberger Stadtteil Seußen wohnt, möchte die kleine Schau auch als Anregung für andere Jugendliche verstanden wissen, an dem Wettbewerb für den Jugendkunstpreis teilzunehmen. 2020 hat es nach den Worten des Stifters die fünfte Preisverleihung gegeben, durch die Corona-Pandemie allerdings in abgespeckter Form. Bisher habe die Stiftung 6800 Euro an Preisgeldern und Teilnahmeprämien aus den Stiftungserlösen vergeben.

Besonders freut sich Adolf Krippner darüber, dass sich Christina Dietz, die den ersten Preis bereits zweimal gewonnen habe und mittlerweile als Lehrerin in Selb tätig sei, mit ihrer Schulklasse für einen Besuch der Galerie angekündigt habe, sobald dies die Umstände zuließen. Krippner: „Dies könnte eine vorbildliche Anregung für Arzberger Schulleiter und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern sein, die die 2006 eingerichtete Galerie bisher noch nicht betreten haben. Und das, obwohl die Galerie in unmittelbarer Nähe zur Schule liegt.“

 

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