Hebammen-Praxis in Selb Neue Hebammen-Praxis in Selb

Freuen sich auf Nachwuchs (von links): Psychotherapeutin Nina Asperger und die Hebammen Agneta Schwenk, Johanna Jankowski und Janine Höllein auf der Terrasse der neuen Praxis, Hintereingang Ludwigstraße 23. Foto: /sim

Fünf Hebammen haben eine Anlaufstelle für junge Familien und werdende Mütter geschaffen. Auch eine Psychotherapeutin ist in der Ludwigstraße erreichbar.

Selb - In Selb gibt es eine neue Hebammen-Praxis. Die Praxisräume von „Hebammen im Fichtelgebirge“ in der Ludwigstraße 23 wurden vor Kurzem eingeweiht. Außerdem ist eine Zweigstelle in Röslau geplant.

Unter allen Umständen wollen die „Hebammen im Fichtelgebirge“ für Frauen im Umkreis von gut 20 Kilometern da sein. Das Einzugsgebiet von Agneta Schwenk, Johanna Jankowski, Christina Prell, Nadja Bell und Janine Höllein reicht von Rehau im Norden, über Hohenberg, Schirnding und Arzberg im Osten, Wunsiedel im Süden und Weißenstadt im Westen. „Auch aus Asch betreuen wir Frauen, die zumeist in Deutschland arbeiten“, berichtet Agneta Schwenk.

Betreuung auch während Pandemie

„In der Ludwigstraße sind wir präsenter und Anlaufstelle für werdende Eltern und junge Familien, auch aus dem südlichen Landkreis Hof und der nördlichen Oberpfalz“, betonte Schwenk. Das Team sei stolz, dass auch in den härtesten Zeiten der Pandemie ein Weg gefunden wurde, um weiterhin schwangere Frauen betreuen zu können und Kurse für Babys und Familien anzubieten. Präsenzkurse sind bisher noch nicht uneingeschränkt möglich. Die Hebammen wüssten um den besonderen Schutzauftrag gegenüber den Müttern und Kindern in dieser sensiblen Lebensphase. Umso erfreulicher sei es, flexibel zwischen Präsenz-, Hybrid- und Onlinekursen wechseln zu können. Eine weitere Zweigstelle soll im Laufe des Jahres in Röslau eröffnet werden, sodass auch Frauen aus dem westlichen Einzugsgebiet wohnortnah die Angebote annehmen können. Das Team bietet Hilfen bei Schwangerschaftsbeschwerden, Vorsorgeuntersuchungen, Wochenbettbesuche und Stillberatungen. Kurse finden statt zur Geburtsvorbereitung, in Aqua Fit und Yoga, als Geschwisterkurs, Rückbildung, Babymassage, Babyschwimmen und Wissenswertes über Beikost. Als Extras bieten die Hebammen K-Taping, Akupunktur, Trageworkshops, Erste-Hilfe-Kurse, Babytreffs und andere Workshops an.

Eltern-Kleinkind-Therapie

Agneta Schwenk und Johanna Jankowski arbeiten seit 2012 zusammen in einer Praxis. 2014 kam Christina Prell aus Röslau zum Team, 2016 Janine Höllein aus Selb und Nadja Bell aus Markleuthen.

Seit 2020 ist die Praxis berechtigt, Hebammenstudentinnen im Externat auszubilden. Familien, auch aus dem tschechischen Grenzgebiet, würden bis zum ersten Lebensjahr des Babys betreut. Die fünf Hebammen mit Hauptsitz in der Ludwigstraße betreiben eine Fairtrade-Praxis. Kaffee, Tee und Kissenhüllen sollen fair bezogen werden. „Junge Familien sind sehr offen dafür, darüber nachzudenken, wieviel Welt für das Neugeborene noch bleibt“, erklärte Johanna Jankowski. Den Wünschen und Ansprüchen der jungen Familien will das Praxisteam entgegenkommen.

Die Räume in der Ludwigstraße 23 nutzt auch Psychotherapeutin Nina Asperger. Ein Schwerpunkt der Diplom-Psychotherapeutin ist die Eltern-Kleinkind-Therapie. Die Nachfrage nach therapeutischer Behandlung sei in den vergangenen Wochen und Monaten aufgrund der Pandemie enorm gestiegen, stellte Nina Asperger fest.

 

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