Schimmel an der Wand, feuchte Mauern und die Angst vor dem, was noch kommt. Dagmar Jahn fühlt sich hilflos. Die Helmbrechterin bewohnt seit fast fünfzig Jahren eine Doppelhaus-Hälfte in der Blücherstraße am Kirchberg. Das Problem: Das leer stehende Haus, das direkt an ihres angebaut ist, verfällt seit zirka 30 Jahren. Zwar hat das Doppelhaus zwei Eigentümer, aber von der Bausubstanz her ist es eines. Nur eine Ziegelwand, 24 Zentimeter dick, trennt Jahns Wohnzimmer von dem ihres Nachbarn, der nie da ist. Das hat Folgen: „Unten hinter dem Sofa ist die ganze Wand feucht“, schildert Jahn. Sie schiebt den Schuhschrank im Flur zur Seite und zeigt nasse Flecken, auch die Tapete löst sich ab.
Helfern sind Hände gebunden Leerstand schädigt Nachbarhaus
Claudia Sebert 05.04.2026 - 12:00 Uhr