Helmbrechts - Der 9. November 1938 gehört zu den traurigsten Tagen der deutschen Geschichte. Seinerzeit mobilisierte Reichspropagandaminister Goebbels Schergen der SA, 191 Synagogen im ganzen Land anzuzünden und weitere 76 jüdische Gotteshäuser zu demolieren. Die Täter plünderten und zerstörten Geschäfte und Einrichtungen, die Bürger jüdischen Glaubens gehörten. 20 000 Menschen verschleppten die Nazis in Konzentrationslager, viele fanden den Tod. Seit auf dem Helmbrechtser Friedhof ein Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des KZ-Außenlagers aufgestellt ist, finden hier zweimal jährlich Gedenkstunden statt - am Jahrestag des Todesmarsches vom 13. April 1945 und am 9. November, wenn sich die Pogromnacht jährt.